Europas erstes grenzüberschreitendes CO₂-Transportnetz nimmt Gestalt an
Charlotte KrügerEuropas erstes grenzüberschreitendes CO₂-Transportnetz nimmt Gestalt an
Ein Konsortium aus Energieunternehmen hat eine Absichtserklärung zur Entwicklung eines grenzüberschreitenden CO₂-Transportnetzes unterzeichnet. An der Vereinbarung beteiligt sind Gasunie, EBN, Eni, OGE, Shell und TotalEnergies. Ihr Ziel ist es, den Aufbau eines europäischen CO₂-Transport- und Speichersystems für die industrielle Dekarbonisierung zu beschleunigen.
Im Mittelpunkt der Absichtserklärung steht der Delta-Rhein-Korridor, eine Route, die deutsche Industriegebiete mit niederländischen Offshore-CO₂-Speicherstätten verbindet. Diese Verbindung soll grenzüberschreitende Projekte zur CO₂-Abscheidung unterstützen und die Offshore-Speicherkapazitäten in Europa ausbauen.
Teil der Initiative ist auch das niederländische Porthos-CCS-Projekt, das abgetrennte CO₂-Emissionen unter der Nordsee transportieren und speichern wird. Die Unterzeichnung erfolgte während eines Besuchs des niederländischen Königs Willem-Alexander und des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, die sich über den Fortschritt der CCS-Technologien informierten.
Die Vereinbarung stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich des großindustriellen Kohlenstoffmanagements. Sie ermöglicht Unternehmen einen besseren Zugang zu CO₂-Speicherlösungen. Das Netzwerk soll die Dekarbonisierungsbemühungen in Nordwesteuropa vorantreiben.






