24 February 2026, 14:11

Erzbischof Bentz könnte neuer Vorsitzender der Bischofskonferenz werden

Bischof der Kirche des Heiligen Grabes in Priestergewand, der an einem Podium mit Mikrofon spricht und von Menschen umgeben ist, mit einem Tisch mit Kerzen und Blumen rechts, Blumensträußen und einem Bleiglasfenster im Hintergrund.

Erzbischof Bentz könnte neuer Vorsitzender der Bischofskonferenz werden

Erzbischof Udo Markus Bentz aus Paderborn kristallisiert sich als führender Kandidat für den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz heraus. Seine mögliche Wahl fällt in eine Phase intensiver Reformdebatten innerhalb der Kirche. Bentz, bekannt für seine gemäßigtere Haltung und pragmatische Führungsweise, hat seit seiner Ernennung zum Erzbischof Ende 2023 bereits Akzente gesetzt.

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Papst Franziskus hatte Udo Markus Bentz Ende 2023 zum Paderborner Erzbischof ernannt. Seither geht er aktiv auf seine Diözese zu, besuchte alle 19 Dekanate sowie zahlreiche Pfarrgemeinden. Dieser bürgernahe Stil unterstreicht seinen Ruf als volksverbundener Seelsorger.

Bentz bringt wertvolle Erfahrung mit: Zuvor diente er als Privatsekretär des langjährigen Konferenzvorsitzenden Kardinal Karl Lehmann. Im Falle seiner Wahl würde er die deutschen katholischen Bischöfe repräsentieren und die moderierende Rolle in den Vollversammlungen übernehmen. Zudem obläge ihm die Begleitung des laufenden Reformprozesses, des sogenannten Synodalen Wegs.

Sein Vorgänger Georg Bätzing hatte von 2020 bis 2026 in einer von Spannungen mit dem Vatikan geprägten Phase geführt, insbesondere wegen geplanter Reformen. Sein Nachfolger Heiner Wilmer, der das Amt am 24. Februar 2026 antrat, setzte Schwerpunkte bei der Überwindung von Gräben, der Förderung von Frauen in der Kirche und der Unterstützung von Missbrauchsopfern. Die Aufgabe des Vorsitzenden liegt vor allem in der Außenvertretung und Moderation – stets eingebunden in die Beschlüsse von Vollversammlung und Rat.

Als potenzieller neuer Vorsitzender würde Bentz eine Schlüsselrolle bei der Ausrichtung der Kirche in Deutschland einnehmen. Sein Werdegang und seine Herangehensweise deuten auf einen Fokus auf Einheit und praktische Lösungsansätze hin. Die anstehende Entscheidung wird maßgeblich prägen, wie der Synodale Weg in den kommenden Jahren weitergeht.