Empörung über Schließung dreier Kliniken: St.-Lukas-Vorstände klagen an
Charlotte KrügerEmpörung über Schließung dreier Kliniken: St.-Lukas-Vorstände klagen an
Die beiden Vorsitzenden der St.-Lukas-Klinik haben mit Empörung auf die Schließung von drei Krankenhäusern reagiert. Manfred Ackermann und Sabine Vischer-Kippenhahn verurteilten die Entscheidung, die St.-Lukas-Klinik im Ohligser Stadtteil sowie Standorte in Haan und Hilden bis Ende Januar 2024 zu schließen.
Die Mitarbeiter der St.-Lukas-Klinik hatten erwartet, nach der Schließung des Standorts Ohligs in die Krankenhäuser in Haan oder Hilden wechseln zu können. Nun stehen alle drei Einrichtungen vor der Schließung – ohne klare Alternativen für die Beschäftigten. Sabine Vischer-Kippenhahn fragte, wie die Angestellten innerhalb weniger Monate, noch dazu vor Weihnachten, neue Arbeitsplätze in der Region finden sollten.
Manfred Ackermann bezeichnete die Behandlung der Mitarbeiter als „absolut verantwortungslos“. Er kritisierte, dass dies nicht den Werten eines Arbeitgebers entspreche, der sich als christlich verstehe. Beide Vorsitzende warfen zudem dem Land vor, auf die Krise unzureichend zu reagieren – mit nichts weiter als einem gleichgültigen Achselzucken.
Zudem äußerten sie Frustration über die schrittweise Zerschlagung der Krankenhäuser ohne ein schlüssiges Konzept seitens des Trägers oder der Landesregierung. Ackermann forderte verlässliche Gesundheitsversorgung für die Patienten und zeigte sich solidarisch mit den betroffenen Beschäftigten.
Die Schließungen treten bis Ende Januar 2024 in Kraft. Die Mitarbeiter blicken einer ungewissen Zukunft entgegen, ohne klare Perspektiven auf neue Arbeitsplätze. Die Vorsitzenden bestehen darauf, dass die Region und ihre Beschäftigten eine bessere Lösung verdienen als die aktuelle Untätigkeit.






