05 February 2026, 16:12

Elfriede Jelinek und Nobelpreisträger kämpfen für Latein an Schulen

Ein Plakat, das das Théâtre de l'Opéra in Paris bewirbt, mit einer Frau in einem gelben Kleid inmitten anderer Menschen und Text darauf.

Elfriede Jelinek und Nobelpreisträger kämpfen für Latein an Schulen

Prominente Kampagne für den Erhalt des Lateinunterrichts gewinnt starke Unterstützung

Eine vielbeachtete Initiative zur Bewahrung des Lateinunterrichts an Schulen hat breite Zustimmung erhalten. Über 88 führende Persönlichkeiten aus Österreichs geistigem und künstlerischem Leben haben die Petition unterzeichnet – darunter drei Nobelpreisträger, darunter die renommierte Dramatikerin Elfriede Jelinek und der Physiker Anton Zeilinger.

Die unter dem Titel "Latein ist kein Luxus – es ist Bildung" veröffentlichte Petition fordert die Fortführung des Lateinunterrichts an Schulen. Sie wurde von literarischen Größen, Spitzenmedizinern, Theaterstars, Regisseuren und politischen Persönlichkeiten unterstützt. Auch der Nobelpreisträger Peter Handke schloss sich der Liste der Unterzeichner an.

Die Kampagne kommt zu einer Zeit, in der der Stellenwert der klassischen Sprachen intensiv diskutiert wird. Befürworter argumentieren, dass Latein nach wie vor ein Grundpfeiler der Bildung bleibt. Wer die Initiative unterstützen möchte, kann unter aufstehn.at unterschreiben.

Premiere in Hamburg: "Monsters Paradise" feiert Uraufführung

Unterdessen erlebte in Hamburg die opernhafte Groteske "Monsters Paradise" ihre Weltpremiere. Das Werk entstand in Zusammenarbeit der Komponistin Olga Neuwirth mit der Schriftstellerin Elfriede Jelinek und wurde von Tobias Kratzer inszeniert. Für das Bühnenbild zeichnete Rainer Sellmaier verantwortlich, während die Aufführung mit den Sopranistinnen Sarah Defrise, Sylvie Rohrer, Kristina Stanek und Ruth Rosenfeld besetzt war. Die Pianistin Elisabeth Leonskaja begleitete die Produktion mit Schuberts "Fantasie in f-Moll"*.

Die wachsende Liste der Unterzeichner unterstreicht den anhaltenden Einfluss des Lateinischen in akademischen und kulturellen Kreisen. Mit prominenten Stimmen, die sich für die Sache einsetzen, wird die Debatte über seinen Platz in der modernen Bildung voraussichtlich weitergehen. Der Erfolg der Kampagne könnte künftige Entscheidungen über den Unterricht klassischer Sprachen an Schulen prägen.