06 June 2026, 22:03

Düsseldorf ehrt drei vergessene Industriepioniere – ihre Erfindungen prägten Europa

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Düsseldorf ehrt drei vergessene Industriepioniere – ihre Erfindungen prägten Europa

Eine neue Ausstellung in Düsseldorf würdigt drei vergessene Industriepioniere, deren Werk vom NS-Regime fast aus dem kollektiven Gedächtnis getilgt wurde. Die Schau, die am 31. Oktober 2024 eröffnet wurde, rückt Abraham Freundlich, Albert Schöndorff und Ludwig Loewy ins Rampenlicht – Männer, deren Innovationen die moderne Industrie prägten. Ihre Beiträge reichten von Kältetechnik und Luftfahrt über den öffentlichen Nahverkehr bis hin zur Fertigungstechnik.

Abraham Freundlich machte sich mit bahnbrechenden Entwicklungen in der Kühltechnik einen Namen und gründete 1888 seine erste Fabrik in Düsseldorf. Sein Unternehmen lieferte Kühlsysteme an die Kaiserliche Marine, den russischen Zaren und sogar an das erste Kino der Stadt. Albert Schöndorff begann 1890 mit einer Bettfabrik, erweiterte sein Sortiment später um Ladeneinrichtungen und Kaufhausausstattungen. Sein Betrieb produzierte zudem Straßenbahnen und Güterwaggons, die im gesamten Deutschen Reich im Einsatz waren.

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Ludwig Loewy formte das Düsseldorfer Unternehmen Schloemann zu einem führenden Hersteller hydraulischer Pressen um. Seine späteren Arbeiten in Großbritannien leisteten einen entscheidenden Beitrag für die Luftfahrt und unterstützten im Zweiten Weltkrieg die Alliierten. Alle drei Männer wurden unter den Nationalsozialisten verfolgt, die ihre Erbe auslöschen und sich ihre technischen Durchbrüche aneignen wollten.

Die Ausstellung in der Mahn- und Gedenkstätte ist noch bis zum 28. September 2025 zu sehen. Kuratiert wurde sie von Hildegard Jakobs, die Gestaltung übernahm das Düsseldorfer Büro Ullrich. Der Eintritt ist während der regulären Öffnungszeiten frei.

Die Schau gibt Freundlich, Schöndorff und Loewy die längst überfällige Anerkennung zurück – ihre Innovationen trieben einst ganze Industrien in Europa voran. Bis spät in das Jahr 2025 können Besucher ihre Geschichten entdecken, ohne Eintritt zu zahlen. Die Ausstellung stellt sicher, dass ihre einst unterdrückten Leistungen heute wieder in Erinnerung bleiben.

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