Dortmunds Abwehrkrise spitzt sich vor Union-Spiel dramatisch zu
Borussia Dortmund kämpft vor dem ersten Bundesliga-Heimspiel gegen Union Berlin mit einer Abwehrkrise. Trainer Niko Kovač muss auf mehrere Leistungsträger verzichten und hat im defensiven Bereich nur noch begrenzte Optionen. Die Situation zwingt den BVB, kurzfristig nach Lösungen zu suchen – und das vor einer schwierigen Partie.
Die Probleme begannen mit langfristigen Ausfällen: Nico Schlotterbeck, Niklas Süle und Emre Can fehlen verletzungsbedingt. Filippo Mané, der hätte einspringen können, ist nach seiner Roten Karte gegen den FC St. Pauli gesperrt. Damit bleibt Waldemar Anton als einziger erfahrener Innenverteidiger für die Startelf übrig.
Julian Ryerson ist zwar ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, doch seine Spielbereitschaft bleibt fraglich. Um die Not zu lindern, verpflichtete Dortmund am Mittwoch den 19-jährigen Aarón Anselmino von Chelsea. Kovač beschrieb den jungen Abwehrspieler als aggressiv im Zweikampf und voller Potenzial. Angesichts fehlender Alternativen könnte Anselmino nun sein Debüt in der Innenverteidigung geben.
Kovač warnte, dass Union Berlin eine deutlich härtere Herausforderung als beim letzten Aufeinandertreffen darstellen werde. Der Trainer erwartet ein körperlich forderndes Spiel – eine zusätzliche Belastung für die notdürftig zusammengestellte Defensive. Dortmund geht mit einer lückenhaften Abwehr und kaum Spielraum für Fehler in die Partie.
Anselminos überraschender Einsatz unterstreicht die Dramatik der Verletzungsmisere. Nun muss sich das Team auf unerfahrene Akteure verlassen, um gegen einen entschlossenen Gegner aus Berlin zu bestehen.






