Cannabis-Legalisierung durch die Ampel – trotz massiver Kritik beschlossen
Charlotte KrügerCannabis-Legalisierung durch die Ampel – trotz massiver Kritik beschlossen
Ampelkoalition setzt Cannabis-Legalisierung trotz massiver Kritik durch
Mit den finalen Abstimmungen im Bundestag hat die deutsche Ampelkoalition die Legalisierung von Cannabis auf den Weg gebracht. Das neue Gesetz streicht die Droge aus dem Betäubungsmittelgesetz und erlaubt den Besitz sowie den Konsum unter strengen Auflagen. Doch der Widerstand aus medizinischen, juristischen und bildungspolitischen Kreisen im ganzen Land bleibt ungebrochen.
Schon vor der Verabschiedung stieß das Vorhaben auf scharfe Ablehnung. Führende Kinderärzte, Jugendpsychiater und die Bundesärztekammer warnten vor gravierenden Gesundheitsrisiken – besonders für junge Menschen. Auch Lehrer, Polizeivertreter und die Innenministerkonferenz lehnten die Pläne ab und argumentierten, die Reform werde mehr Probleme schaffen als lösen.
Kritiker verweisen zudem auf praktische Hürden: Kommunen müssen nun konsumfreie Zonen ausweisen und zusätzliches Personal einstellen – bei ohnehin klammen Haushalten. Viele Städte und Gemeinden halten die finanzielle Belastung unter den aktuellen Bedingungen für schlicht unmöglich. Offene Fragen gibt es auch zu Arbeitssicherheit und Fahren unter Cannabis-Einfluss, ohne dass es klare Regelungen gäbe.
Oppositionspolitiker wie Jürgen Hardt (CDU) stellen sich gemeinsam mit Fachleuten gegen das Gesetz. Befürworter hatten gehofft, die Legalisierung werde den Schwarzmarkt eindämmen – Skeptiker halten dies jedoch für unrealistisch. Selbst mit der nun beschlossenen Reform bleibt die Umsetzung umstritten.
Cannabis wird zwar nicht mehr als verbotene Substanz eingestuft, doch gelten weiterhin strenge Vorgaben. Die Verabschiedung des Gesetzes markiert einen historischen Kurswechsel, doch sein Erfolg hängt davon ab, ob Lücken bei der Durchsetzung und die finanziellen Belastungen bewältigt werden. Gegner fordern weiterhin Nachbesserungen und verweisen auf Risiken für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit.






