Bergisch Gladbach bleibt im Kita-Platz-Notstand trotz Ausbauplänen gefangen
Charlotte KrügerBergisch Gladbach bleibt im Kita-Platz-Notstand trotz Ausbauplänen gefangen
Bergisch Gladbach kämpft weiterhin mit Kita-Platzmangel – trotz Ausbauversuchen
Trotz Bemühungen, die Betreuungskapazitäten auszuweiten, leidet Bergisch Gladbach weiterhin unter einem anhaltenden Mangel an Kita-Plätzen. Zwar hat der Rückgang der Geburtenraten etwas Entlastung gebracht, doch reicht das Angebot für Kleinkinder nach wie vor nicht aus. Als Hauptgründe nennen die Verantwortlichen Verzögerungen beim Bau neuer Einrichtungen sowie eine verringerte Verfügbarkeit in bestehenden Kitas.
Für das kommende Kindergartenjahr stehen 4.221 Betreuungsplätze zur Verfügung – ein leichter Rückgang gegenüber der ursprünglichen Prognose von 4.266 Plätzen im Vorjahr. Die Stadt führt dies auf langsamer als erwartet voranschreitende Erweiterungen und auf Kitas zurück, die Plätze reduzierten, um die pädagogische Qualität zu verbessern. Besonders kritisch ist die Situation in der U3-Betreuung (Kinder unter drei Jahren), wo 116 Plätze fehlen. Für Kinder über drei Jahren mangelt es an 100 Plätzen.
Die Bauprojekte kommen mit der Nachfrage kaum mit: Die Kita in der Schulstraße im Stadtteil Sand, die am weitesten fortgeschrittene der neuen Einrichtungen, soll nun im September eröffnet werden – mit über einem Jahr Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Vier Not-Kitas wurden zwar genehmigt, doch auch hier gibt es erhebliche Verzögerungen.
Aufgrund von Personalmangel müssen viele Einrichtungen ihre Öffnungszeiten kürzen oder gelegentlich schließen. Die Verwaltung rechnet damit, dass Eltern, deren Kinder keinen Platz erhalten, rechtliche Schritte einleiten könnten. Um die Krise zu bewältigen, konzentriert sich die Stadt nun auf die Fertigstellung von drei laufenden Kita-Projekten, während weitere Erweiterungen wegen sinkender Geburtenzahlen vorerst pausiert werden.
Die Bemühungen, das Kita-Angebot auszubauen, werden durch Verzögerungen und betriebliche Engpässe behindert. Da es weniger Plätze als im Vorjahr gibt und der Personalmangel anhält, geht die Verwaltung von einer anhaltenden Belastung des Systems aus. Sollten Kinder weiterhin ohne Betreuungsmöglichkeit bleiben, könnten Eltern klagen.






