10 February 2026, 22:41

Antichristliche Straftaten in NRW erreichen besorgniserregenden Höchststand seit 2017

Ein altes Schwarz-Weiß-Stich von der Innenseite einer Kirche mit Bögen, Säulen, einer Statue im Hintergrund und einigen Menschen auf dem Boden. Der Text unten lautet "Ruine der Kirche des Heiligen Grabes".

Anti-Christianische Gewalt: Meistens deutsche Verdächtige - Antichristliche Straftaten in NRW erreichen besorgniserregenden Höchststand seit 2017

In Nordrhein-Westfalen verzeichnen die Behörden seit acht Jahren einen stetigen Anstieg antichristlicher Straftaten. Zwischen 2017 und 2025 wurden insgesamt 279 Delikte dokumentiert, die von Vandalismus bis hin zu gezielten Angriffen auf religiöse Symbole reichen. Die katholische Kirche zeigt sich besorgt über die zunehmenden Schäden an Gotteshäusern, darunter entweihte Weihwasserbecken und enthauptete Statuen.

Aus den offiziellen Aufzeichnungen geht hervor, dass die Zahl der Straftaten jährlich schwankte – von 32 im Jahr 2017 bis zu 45 im Jahr 2025, wobei die Zahlen des vergangenen Jahres noch vorläufig sind. Von den 279 Vorfällen betrafen 142 direkt Kirchengebäude oder religiöse Symbole im öffentlichen Raum, wie aus Berichten des Erzbistums Köln und der Landesbehörden für Verfassungsschutz hervorgeht.

Die Ermittlungen zu diesen Taten führten zur Identifizierung von 82 Tatverdächtigen, von denen bisher sechs festgenommen wurden. Unter den ermittelten Personen besaßen 47 die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Behörden ordneten die Motive der Täter wie folgt ein: 41 Fälle wurden religiös-ideologischen Hintergründen zugeordnet, 18 einer ausländischen Ideologie, 14 dem rechtsextremen Spektrum, vier dem linksextremen Milieu und fünf anderen, nicht näher bezeichneten Gründen.

Die statistische Erfassung politisch motivierter Kriminalität, darunter auch "christenfeindliche Hassdelikte", begann im Jahr 2017. Diese Kategorie umfasst Straftaten gegen Personen, Gruppen, Einrichtungen oder Gegenstände und spiegelt ein breiteres Muster gezielter Feindseligkeit wider.

Die Daten verdeutlichen, dass antichristliche Vorfälle in der Region ein anhaltendes Problem darstellen. Mit 279 registrierten Straftaten und einer Reihe identifizierter Tatverdächtiger unterstreicht der Trend die fortlaufenden Herausforderungen für die Strafverfolgungsbehörden und religiöse Gemeinschaften. Die Behörden beobachten die Entwicklung weiterhin genau, während die Ermittlungen andauern.