30 May 2026, 22:03

Ananassaft wird knapp: Warum die Preise jetzt explodieren

Ananas-Saft ist knapp und teuer aufgrund niedriger Ernte

Ananassaft wird knapp: Warum die Preise jetzt explodieren

Ananassaft ist in Deutschland knapp – Preise steigen stark

In Deutschland herrscht derzeit ein Mangel an Ananassaft, der die Preise in die Höhe treibt. Die Knappheit ist auf extreme Wetterbedingungen in den wichtigsten Anbauregionen und eine stark gestiegene Nachfrage zurückzuführen. Die Lagerbestände des Safts sind nahezu aufgebraucht, was die Situation zusätzlich verschärft.

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Costa Rica, der größte Lieferant von Direkt-Ananassaft, verzeichnet einen drastischen Produktionsrückgang. 2023 führte das Wetterphänomen El Niño zu schwerer Dürre, während starke Regenfälle durch La Niña 2024 die Ernten weiter beschädigten. Die Folge: Die Produktion ist eingebrochen, und frische Ananas im Handel fällt deutlich kleiner aus als sonst.

Auch Thailand, der weltweit größte Produzent von Ananassaftkonzentrat, kämpft mit Ernteausfällen. Gemeinsam mit den Philippinen und Indonesien sind die Erträge auf weniger als die Hälfte des üblichen Niveaus gesunken – ebenfalls bedingt durch Dürre. Die Engpässe haben die Preise explodieren lassen: Direktsaft kostet mittlerweile rund 1.300 US-Dollar pro Tonne – ein Anstieg von 50 Prozent innerhalb von nur sechs Monaten.

Doch nicht nur der Direktsaft wird teurer: Auch der Preis für Ananassaftkonzentrat hat die Marke von 5.000 US-Dollar pro Tonne überschritten. Da weniger Lieferungen bei den Herstellern eintreffen, erhalten Abnehmer deutlich geringere Mengen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Ananassaft, weil viele Verbraucher ihn als günstigere Alternative zum teuren Orangensaft entdecken – was den Druck auf die ohnehin knappen Bestände weiter erhöht.

Die Kombination aus schlechten Ernten und wachsender Nachfrage hat Deutschland mit leeren Ananassaft-Lagern zurückgelassen. Die Preise klettern weiter, solange der Mangel anhält. Händler und Lieferanten stehen nun vor der Herausforderung, die Kundennachfrage mit schrumpfenden Reserven zu bedienen.

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