Alfred Grosser – ein Leben für Frieden und deutsch-französische Versöhnung
Theo SchulteAlfred Grosser – ein Leben für Frieden und deutsch-französische Versöhnung
Alfred Grosser, der renommierte Politikwissenschaftler, Soziologe und Publizist, ist im Alter von 99 Jahren verstorben. Sein Leben war der Förderung von Frieden und Verständigung zwischen einstigen Feinden gewidmet. Er hinterlässt ein Erbe der Versöhnung und des Einsatzes für die Menschenrechte.
Grosser spielte eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der deutsch-französischen Beziehungen. Seine Bemühungen waren maßgeblich für das Zustandekommen des Élysée-Vertrags, auch Freundschaftsvertrag genannt, der die Bindungen zwischen Frankreich und Deutschland festigte. Stets ermutigte er die Deutschen, trotz der Vergangenheit Verständnis und Freundschaft zu leben.
Er war auch ein vehementer Kritiker der israelischen Politik, blieb dabei jedoch ein überzeugter Verfechter der Menschenrechte. Für seinen Einsatz für die Versöhnung wurde er mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem „Schärfsten Klingen“-Preis der Stadt Solingen. Seine klaren Worte und Aufrufe zur Freundschaft fanden weite Resonanz.
Tim Kurzbach, der Oberbürgermeister von Solingen, würdigte Grossers Verdienste. Kurzbach sprach der Familie und den Freunden des Verstorbenen sein Beileid aus und betonte die tiefgreifende Wirkung von Grossers Werk auf das gegenseitige Verständnis.
Mit Alfred Grossers Tod endet ein Leben, das der Überwindung von Gräben gewidmet war. Sein Einsatz für Frieden, Menschenrechte und Versöhnung hat die internationalen Beziehungen nachhaltig geprägt. Seine Stimme und seine Vision werden schmerzlich fehlen.






