Aktivistin Martha Root attackiert Minister Weimer mit provokativer Buchspende
Theo SchulteAktivistin Martha Root attackiert Minister Weimer mit provokativer Buchspende
Die Aktivistin Martha Root hat den deutschen Minister Wolfram Weimer mit einer gezielten Aktion ins Visier genommen: Sie stiftete seinen Debütgedichtband Kopfpilz der Deutschen Nationalbibliothek und stellte zudem eine kostenlose digitale Version auf Archive.org ein – eine weitere Zuspitzung ihrer Kritik an seinen Handlungen und Schriften.
Die Spende erfolgte trotz Weimers Entscheidung, den Ausbau der Bibliothek im März zu stoppen. Root wirft den in Kopfpilz veröffentlichten Gedichten vor, schädliche Ideologien zu verbreiten, und bezeichnet sie als Verherrlichung einer „Vergewaltigungskultur“. Ihrer Meinung nach sollten Weimers eigene Werke als Maßstab für seine kulturellen Werte gelten.
Doch damit nicht genug: Root plant, ein physisches Exemplar des Buches zu versteigern – der gesamte Erlös soll an die Leseförderungsinitiative Lesen Hilft gehen. Zudem warf sie Weimer vor, drei linksgerichtete Buchhandlungen unter dem Vorwand „verfassungsrechtlicher Bedenken“ von einer Preisverleihung ausgeschlossen zu haben.
Darüber hinaus unterstellt Root dem Minister Interessenkonflikte aufgrund seiner Vergangenheit als Unternehmer und Lobbyist. Als Beleg führt sie Absprachen zwischen seinem ehemaligen Unternehmen und dem Ministerium an. Weimers Anwalt hatte sich bereits zuvor zu der Kontroverse geäußert, nachdem der Satiriker Jan Böhmermann den Gedichtband in der Sendung ZDF Magazin Royal thematisiert hatte.
Roots Engagement reicht noch weiter: Im Dezember 2022 infiltrierte sie während des Chaos Communication Congress die rechtsextreme Dating-Plattform White Date.
Durch die Stiftungsaktion und die digitale Veröffentlichung von Kopfpilz rückt Weimers politische Arbeit wie auch sein literarisches Schaffen erneut in den Fokus der Öffentlichkeit. Mit ihren Schritten will Root nicht nur Spenden für Lesen Hilft sammeln, sondern auch Weimers öffentliches und berufliches Wirken infrage stellen.






