Abschied am Gorki-Theater: Ein Kapitel schließt, eine Ära beginnt
Das Maxim-Gorki-Theater in Berlin hat mit einem Abschiedsabend für seine scheidende Intendantin einen Wendepunkt markiert. Die Veranstaltung stand zugleich für ein Ende und einen Neuanfang, während sich das Haus auf einen Führungswechsel vorbereitet. Gäste kamen zusammen, um über das Erbe der Institution und den Aufstieg des postmigrantischen Theaters in der deutschen Kultur zu reflektieren.
Der Abend begann mit einer Revueshow. Via Jikeli eröffnete das Programm mit Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan. Später trug Jonas Dassler gegen Ende der Veranstaltung den Fledermaus-Aussterbelied vor.
Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, betrat die Bühne, um Shermin Langhoff zu ehren. Diese hielt sich mit ihren Worten zurück und bedankte sich nur kurz – statt einer langen Rede. Im weiteren Verlauf folgte ein Konzert mit Stücken aus jüngsten Produktionen, bevor die Nacht mit einer Feier ausklang.
Der Abend unterstrich, dass das postmigrantische Theater nun fest im kulturellen Mainstream verankert ist. Während das Gorki ein Kapitel schließt, ließ sich die Stimmung mit dem Satz zusammenfassen: Das Gorki ist tot. Es lebe das Gorki.
Nach der Veranstaltung zogen die Autorin und Freunde in eine Bar nach Neukölln. Eine von ihnen, M., verlässt Berlin nach zwölf Jahren, um nach Kassel zurückzukehren. Der Abschiedsabend markierte das Ende von Langhoffs Amtszeit – und den Beginn einer neuen Ära für das Theater.






