29 April 2026, 16:14

45-Millionen-Modernisierung: Klärwerk Bottrop wird noch effizienter und bleibt energieautark

Große Gruppe von Rohren und Ventilen auf dem Dach eines Gebäudes in einer Kläranlage, umgeben von Geländern, mit Fahrzeugen auf der Straße und Bäumen/Gebäuden im Hintergrund.

45-Millionen-Modernisierung: Klärwerk Bottrop wird noch effizienter und bleibt energieautark

Die Emschergenossenschaft hat mit einer umfassenden Modernisierung ihres Klärwerks in Bottrop begonnen – ein Projekt im Umfang von 45 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen zentrale Bereiche der Anlage auf den neuesten Stand bringen, während der Betrieb durchgehend aufrechterhalten bleibt. Als erstes großtechnisches Klärwerk Deutschlands, das vollständig energieautark arbeitet, kommt der Anlage eine Schlüsselrolle in der regionalen Wasserwirtschaft zu.

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Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Sanierung der Nachklärung, zu der 36 Klärbecken gehören. Die Ingenieure erweitern die Einlauföffnungen und rüsten optimierte Leitbleche ein, um die Effizienz zu steigern. Zwei neue Schlammräumer ersetzen die alten Aggregate; jedes Gerät bedient künftig zwei Becken, was die Betriebssicherheit erhöht.

Die Modernisierung erfolgt in neun Abschnitten, um Beeinträchtigungen der Abwasserbehandlung zu vermeiden. Maximal vier Becken dürfen gleichzeitig außer Betrieb genommen werden, sodass die Einhaltung der gesetzlichen Reinigungsstandards stets gewährleistet ist. In den ersten drei Phasen werden die Hauptzulaufkanäle erneuert – hier kommt während der Bauarbeiten ein provisorisches Pumpsystem zum Einsatz, um das Wasser umzuleiten.

Ein neues Belüftungssystem in den Kanälen sorgt für eine gleichmäßigere Sauerstoffverteilung, während Abdeckungen über den gereinigten Wasserläufen das Algenwachstum reduzieren sollen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Leistungsfähigkeit zu verbessern, ohne die energieautarke Betriebsweise der Anlage zu beeinträchtigen.

Auch während der Sanierung bleibt das Klärwerk Bottrop voll funktionsfähig. Die 45-Millionen-Investition stärkt die kritische Infrastruktur und festigt die Position der Anlage als Vorreiter in der nachhaltigen Abwasserbehandlung. Die Arbeiten schreiten etappenweise voran – ohne Unterbrechung des täglichen Betriebs.

Quelle