31 March 2026, 04:04

150 Demonstranten fordern Abzug der Atomwaffen vor NATO-Übung in Nörvenich

Eine Gruppe von Menschen in weißen Schutzanzügen und Masken steht um einen gelben Eimer herum, mit einem Wagen im Vordergrund, während einer Anti-Atom-Protest in Berlin.

150 Demonstranten fordern Abzug der Atomwaffen vor NATO-Übung in Nörvenich

Rund 150 Demonstranten versammelten sich heute in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts Nörvenich bei Düren. Sie forderten die Abziehung der Atomwaffen aus Deutschland. Die Kundgebung fand vor einer NATO-Übung statt, an der nächste Woche deutsche Kampfflugzeuge teilnehmen werden.

Die Protestaktion wurde von über 30 Friedensinitiativen organisiert. Die Teilnehmer skandierten Parolen wie "Nein zu Atomwaffen!" und verlangten den Abzug aller in Deutschland gelagerten Nuklearwaffen. Ein Sprecher der Veranstaltung erklärte, Deutschlands Rolle bei der sogenannten nuklearen Teilhabe verstoße gegen das internationale Recht.

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Kritik übten die Demonstranten auch an der Beteiligung deutscher Kampfflugzeuge an der NATO-Trainingsübung. Tornados und Eurofighter aus Nörvenich werden an dem Manöver teilnehmen, das auch Szenarien mit Atomwaffen umfasst. Zwar gibt es keine offizielle Bestätigung, dass die Übung mit einem bestimmten NATO-Programm verknüpft ist, doch ähnliche Manöver wie Steadfast Dart oder Cold Response haben in den vergangenen Jahren mehrere Mitgliedsstaaten einbezogen.

Während der Kundgebung würdigten einige Teilnehmer die laufenden Friedensbemühungen zwischen Israel und den Palästinensern. Im Mittelpunkt blieb jedoch die deutsche Atompolitik und die militärische Beteiligung an NATO-Übungen.

Die Demonstration endete mit erneuten Forderungen nach Abrüstung. Die für nächste Woche geplante Übung wird wie vorgesehen stattfinden, mit Kampfflugzeugen aus Nörvenich. Die Organisatoren kündigten an, weiter für die vollständige Entfernung aller Atomwaffen von deutschem Boden zu kämpfen.

Quelle