15 March 2026, 12:05

Wladimir Jurowski bleibt bis 2029 an der Bayerischen Staatsoper – mit klarem Fokus auf Erneuerung

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Dirigenten in Anzug und Krawatte auf einer Bühne, der ein Orchester mit Geigen, Celli und Flöten leitet, während das Publikum auf Stühlen aufmerksam zuhört.

Generalmusikdirektor Jurowski: Kein Plan für nach 2029 - Wladimir Jurowski bleibt bis 2029 an der Bayerischen Staatsoper – mit klarem Fokus auf Erneuerung

Wladimir Jurowski bleibt bis 2029 Generalmusikdirektor (GMD) der Bayerischen Staatsoper. Sein aktueller Vertrag umfasst die Spielzeit 2028/29 und markiert damit fast ein Jahrzehnt in dieser Position. Unterdessen hat Operndirektor Serge Dorny seine Stellung bis mindestens 2031 gesichert.

Jurowskis Wirken an der Bayerischen Staatsoper begann bereits vor Jahren, wobei sein Vertrag zunächst nur um zwei statt der üblichen fünf Jahre verlängert wurde. Offen spricht er über die Bedeutung einer ausgewogenen Amtsdauer – weder zu lang noch zu kurz. Für ihn bringen Neuanfänge und Erneuerung Energie, sowohl für Einzelne als auch für Institutionen.

Starre Langzeitplanung meidet er bewusst und setzt stattdessen auf den Fokus auf die Gegenwart. Über 2029 hinaus gibt es keine festen Pläne, doch legt er Wert auf einen guten Abschied und die Pflege von Verbindungen zu Häusern und Ensembles. Sein Ansatz steht damit im Kontrast zu Dornys längerfristiger Verpflichtung, die bis 2031 läuft.

Jurowski empfindet kreative Freiheit im Neuanfang und beschreibt ein unbeschriebenes Blatt als belebend. Diese Philosophie entspricht seiner Überzeugung, dass Institutionen – wie Menschen – dann gedeihen, wenn sie regelmäßig erneuert werden.

Die Führung der Bayerischen Staatsoper bleibt vorerst stabil: Jurowski leitet das Haus bis 2029, Dorny bleibt bis 2031. Historische Aufzeichnungen geben keine genaue Auskunft über die Gesamtzahl der GMDs seit der Gründung der Oper 1818, doch Jurowskis Amtszeit stellt ein bemerkenswertes Kapitel dar. Sein Fokus auf Erneuerung und Anpassungsfähigkeit wird voraussichtlich die zukünftige Ausrichtung des Hauses prägen.

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