Witten stoppt umstrittenes Taubenabwehrsystem "BirdFree" nach nur fünf Tagen
Theo SchulteWitten stoppt umstrittenes Taubenabwehrsystem "BirdFree" nach nur fünf Tagen
Wittens umstrittenes Taubenabwehrsystem "BirdFree" wird nur Tage nach der Installation wieder entfernt. Bürgermeister Lars König gab die Entscheidung am 22. September bekannt – als Reaktion auf Bedenken im Tierschutz. Die Stadtverwaltung und Tierschutzverbände suchen nun nach alternativen Lösungen, um den Taubenbestand in den Griff zu bekommen.
Die "BirdFree"-Behälter waren erst am 17. September am Wittener Rathaus aufgestellt worden. Das System, das Tauben vertreiben sollte, stieß jedoch umgehend auf Kritik von Tierschützern. Noch am 22. September zog das Veterinäramt des Ennepe-Ruhr-Kreises seine Genehmigung zurück – mit der Begründung, die Vorrichtung könne den Vögeln schaden.
Bürgermeister König führte Gespräche mit einer Tierschützerin, die das Vorgehen scharf kritisiert hatte. Er erkannte die Bedenken an und willigte ein, das Projekt zu stoppen. Ab dem 24. September werden die Behälter mit Deckeln verschlossen, während die Stadt ihre Entfernung organisiert.
Unklar bleibt, wie hoch die Kosten für Auf- und Abbau von "BirdFree" ausfallen. Parallel prüfen die Verantwortlichen nun andere Methoden – etwa schräge Bretter – in Absprache mit der Denkmalschutzbehörde. Ziel bleibt, Sauberkeit in der Stadt mit dem Wohl der städtischen Tierwelt in Einklang zu bringen.
Nach dem kurzen Probeeinsatz wird das "BirdFree"-System in Witten nicht mehr genutzt. Stadtvertreter und Naturschützer arbeiten nun gemeinsam an tierfreundlichen Lösungen zur Taubenregulierung. Eine endgültige Entscheidung zu den Abbaukosten und neuen Abschreckungsmethoden steht noch aus.






