03 March 2026, 00:48

Willich kämpft mit neuer Filteranlage gegen PFAS im Trinkwasser

Ein detailliertes Zeichnung einer Wasseraufbereitungsanlage aus dem deutschen Patent 666, das Komponenten wie eine Pumpe und Ventile zeigt, zusammen mit dem Patenttext.

Willich kämpft mit neuer Filteranlage gegen PFAS im Trinkwasser

Neue Filteranlage im Wasserwerk Darderhöfe in Willich gegen PFAS-Belastung im Trinkwasser

Im Wasserwerk Darderhöfe in Willich wurde eine neue Filteranlage in Betrieb genommen, um die Belastung mit PFAS im Trinkwasser zu bekämpfen. Das 1,4-Millionen-Euro-Projekt ging im Januar 2023 ans Netz, nachdem Routineuntersuchungen erhöhte Chemikalienwerte aufgedeckt hatten. Die Anlage sichert nun die Trinkwasserversorgung für 65.000 Einwohner in Willich und Meerbusch-Osterath.

Das Problem wurde 2023 bekannt, als Tests hohe PFAS-Konzentrationen im Grundwasser des Brunnens in Anrath nachwiesen. Um gegenzusteuern, wurden im Wasserwerk Darderhöfe acht Aktivkohlefilter installiert, zwei weitere stehen als Reserve bei Jacobi Carbons in Premnitz bereit. Der Bau dauerte knapp sieben Monate auf einer 1.100 Quadratmeter großen Fläche.

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Die Filter entfernen die PFAS und senken die Werte unter den gesetzlichen Grenzwert von sieben Nanogramm pro Liter. Allerdings ist die Wartung aufwendig: Die Aktivkohle muss alle sechs Monate regeneriert werden. Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf 200.000 Euro – zusätzlich zu den anfänglichen 1,4 Millionen Euro Investitionskosten.

Die städtischen Werke bereiten nun eine Klage vor, um Schadensersatz einzufordern. Eine Klageerhebung wird in der ersten Jahreshälfte erwartet, doch mögliche Insolvenzen der Verantwortlichen könnten die Durchsetzung erschweren.

Die Filteranlage stellt sicher, dass die Vorgaben der aktualisierten Trinkwasserverordnung eingehalten werden. Sie schützt die Versorgung Tausender, während der Versorger auf Entschädigung pocht. Rechtliche Schritte könnten jedoch scheitern, wenn die Verursacher nicht über ausreichende Mittel verfügen.