22 March 2026, 08:05

Willich kämpft mit Kita-Platzmangel und gestrichenen Neubauprojekten

Plakat mit der Aufschrift 'Brauchen die Armen ihre Kinder's Hilfe?' neben passenden Bildern.'

Willich kämpft mit Kita-Platzmangel und gestrichenen Neubauprojekten

Willich steht vor wachsenden Herausforderungen im Kitasystem

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Während die Nachfrage nach Betreuungsplätzen stark gestiegen ist, wurden zwei geplante Neubauprojekte wegen Haushaltskürzungen und rückläufiger Anmeldungen gestrichen. Nun fordern Eltern und lokale Initiativen von der Stadtführung Antworten.

Die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" hat ebenfalls Forderung nach mehr wohnortnaher Kinderbetreuung erhoben, um Familien zu entlasten und den Zugang zu lokalen Angeboten zu verbessern.

In den vergangenen fünf Jahren hat Willich die Kapazitäten in Kitas von etwa 1.200 auf 1.500 Plätze ausgebaut. Das jährliche Wachstum von 6–8 Prozent ging vor allem auf neue Einrichtungen in Neersen und Anrath zurück. Dennoch übersteigt die Nachfrage das Angebot – besonders in den nördlichen und nordöstlichen Stadtteilen, wo Wartelisten bis zu 100 Kinder umfassen.

Zwei geplante Kita-Projekte wurden nun abgesagt, sodass das generationenübergreifende Zentrum Reinershof als einziger verbleibender kommunaler Neubau übrig bleibt. Hier soll auch die Kita Alperof untergebracht werden, doch es gibt Bedenken zur Finanzierung, da ein externer Investor beteiligt ist. Eltern fragen sich, wie viel Einfluss die Stadt behalten wird.

Am 6. März richteten Elternvertreter:innen und der Förderverein der Kita Alperof einen offenen Brief an Bürgermeister Pakusch. Sie forderten einen Dialog über nachhaltige Lösungen – doch eine Antwort blieb aus. Die Frustration wächst, da Familien die mangelnde Kommunikation aus dem Bürgermeisteramt kritisieren.

Die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" verweist auf die Belastung der Eltern und argumentiert, dass wohnortnahe Betreuung Stress reduziert und mehr Zeit für das Familienleben schafft. Unterstützer:innen fordern verlässlichere, gemeinwesenorientierte Angebote, um lange Fahrten und Überlastung in bestehenden Einrichtungen zu vermeiden.

Mit zwei gestrichenen Projekten und nur einer neuen Einrichtung im Bau bleibt das Willicher Kitasystem unter Druck. Elterninitiativen suchen weiterhin das Gespräch mit dem Bürgermeister, während die Forderung nach wohnortnaher Betreuung an Fahrt aufnimmt. Die Stadt muss nun über Finanzierung, Kapazitäten und die Bewältigung der steigenden Nachfrage in den nördlichen Stadtteilen entscheiden.

Quelle