Willich baut Kita-Angebot um: Weniger Standorte, mehr Ganztagsplätze bis 2029
Mia AlbrechtWillich baut Kita-Angebot um: Weniger Standorte, mehr Ganztagsplätze bis 2029
Willich passt sein Kinderbetreuungsangebot an sinkende Nachfrage und Haushaltszwänge an. Bis 2029 rechnet die Stadt mit 440 zusätzlichen Betreuungsplätzen – trotz rückläufiger Geburtenraten. Mehrere Einrichtungen werden in den kommenden Jahren geschlossen oder verlegt.
Die Kita St. Irmgardis wird zum Ende des Kitajahres 2026/2027 ihre Türen schließen. Das Gebäude wird anschließend an die Villa Kunterbunt vermietet, die dort zum Kitajahr 2027/2028 einzieht. Die verlegte Einrichtung bietet dann erweiterte Services an, darunter Ganztagsbetreuung und Mittagsverpflegung.
Die Pläne für einen Neubau der Kita Alperhof wurden verworfen. Stattdessen zieht die Einrichtung in das generationenübergreifende Projekt Reinershof um. Die Stadt bestätigte, dass die Kita trotz des Umzugs bestehen bleibt.
Die Kita "Blaues Haus" in Schiefbahn erhält ihre freiwillige Förderung noch bis zum 31. Juli 2027. Danach wird die Stadt mit dem Träger über eine mögliche Schließung beraten. Gleichzeitig endet das Brückenprojekt "Schatzkiste" des DRK bis zum 31. Juli 2026.
Aufgrund von Budgetgrenzen und geringerer Nachfrage stehen keine Mittel für zwei geplante städtische Kitas zur Verfügung. Die bundesweiten Trends zeigen eine Geburtenrate von 1,4 Kindern pro Frau – ein Faktor, der auch die Situation in Willich prägt.
Die Änderungen führen zu einer Verringerung der Kita-Standorte in Willich, während andere Einrichtungen ihr Angebot ausbauen. Durch den Umzug der Villa Kunterbunt an den Standort St. Irmgardis entstehen neue Ganztagsbetreuungsmöglichkeiten. Die Anpassungen der Stadt zielen darauf ab, das Angebot bis 2029 an die gesunkene Nachfrage anzupassen.