Wildunfälle im Herbst: Warum Lippe jetzt besonders gefährlich ist
Polizei in Lippe warnt Autofahrer: Vorsicht bei Wildunfällen im Herbst
Die Polizei im Kreis Lippe ruft Autofahrer zur erhöhten Aufmerksamkeit auf, da im Herbst die Zahl der Wildunfälle steigt. Tiere, die auf der Suche nach Nahrung sind, laufen besonders in der Dämmerung und bei Sonnenaufgang häufig auf Straßen. Die Behörden haben klare Verhaltensregeln herausgegeben, wie man reagieren soll, wenn Wild gesichtet wird oder es zu einer Kollision kommt.
Wildschweine, Rehe und Rotwild bewegen sich oft in Gruppen – wer ein Tier sieht, muss mit weiteren in der Nähe rechnen. Fahrer sollten das Lenkrad fest umklammern, gleichmäßig bremsen und, falls sicher, das Fernlicht aufblenden und hupen. Plötzliche Ausweichmanöver können zu Zusammenstößen mit entgegenkommendem Verkehr oder Bäumen führen und sind daher zu vermeiden.
Besonders gefährdet sind Motorradfahrer, wie ein aktueller Vorfall zeigt: Ein 16-jähriger Fahrer verletzte sich schwer, nachdem er mit einem Wildschwein kollidiert war. Kleine Tiere wie Hasen, Füchse oder Igel rechtfertigen nach Gesetzeslage kein starkes Bremsen, bei größeren Wildtieren ist jedoch sofortiges Handeln erforderlich.
Kommt es zu einem Unfall, müssen Fahrer Ruhe bewahren, die Unfallstelle absichern und unter der 110 die Polizei verständigen. Selbst wenn das Tier flüchtet, muss der Vorfall gemeldet werden. Verletzte Wildtiere können gefährlich sein – von einer Annäherung wird dringend abgeraten. Die örtliche Jägerbehörde kümmert sich um die Bergung oder Nachsuche des Tieres.
Die Polizei in Lippe verzeichnet besonders in den Abend- und Morgenstunden häufig Meldungen über Wild auf den Straßen. Im Herbst steigt das Risiko, da die Tiere vor dem Winter vermehrt nach Futter suchen. Autofahrer werden aufgefordert, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen wachsam zu bleiben. Das richtige Verhalten nach einem Wildunfall sichert nicht nur die eigene Sicherheit, sondern stellt auch die rechtliche Absicherung sicher. Die Jägerbehörde übernimmt die Entsorgung verletzter oder toter Tiere, um weitere Gefahren zu vermeiden.






