24 March 2026, 02:05

Wie Sexpuppen Gesellschaft und Geschlechterrollen verändern – eine Debatte

Drei Frauen-Skulpturpuppen auf einer Holzplanke mit Spielzeughäusern im Hintergrund.

Wie Sexpuppen Gesellschaft und Geschlechterrollen verändern – eine Debatte

Kulturwissenschaftlerin Susanne Regener diskutiert bei der nächsten taz-Queer-Talk-Veranstaltung die sich wandelnde Rolle von Sexpuppen in der Gesellschaft. Die von taz-Redakteur Jan Feddersen moderierte Diskussion beleuchtet, wie sich diese Objekte von Nischenprodukten zu Massenware entwickelt haben. Regener erforscht in ihrer Arbeit, welchen Einfluss sie seit einem Jahrhundert auf Geschlechterverhältnisse und mediale Darstellung nehmen.

Sexpuppen tauchten erstmals in den 1990er-Jahren als Randphänomen auf. Ab den frühen 2000er-Jahren wurde Japan zum Vorreiter ihrer Entwicklung, während westliche Länder wie Deutschland und die USA in den 2010er- und 2020er-Jahren eine wachsende Akzeptanz erlebten. Zwar weitete sich die Legalisierung aus, doch die öffentliche Meinung bleibt gespalten: Die einen preisen den technologischen Fortschritt, die anderen warnen vor einer zunehmenden Objektifizierung.

Regener, emeritierte Professorin der Universität Siegen, forscht mit Schwerpunkt auf visueller Kultur. Ihre Arbeiten befassen sich nicht nur mit Nutzer:innen von Sexpuppen, sondern auch mit True Crime, weiblichen Bildwelten und der Schnittstelle von KI und Liebe. Sie hinterfragt, ob diese Puppen jemals menschliche Beziehungen ersetzen könnten.

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Beim taz-Queer-Talk, veranstaltet in Kooperation mit Queer Nations e.V., wird Regener die Marketingstrategien der Branche analysieren. Zudem untersucht sie, wie Käufer:innen mit ihren Puppen interagieren – und was dies über gesellschaftliche Einstellungen zu Intimität und Ausgrenzung verrät.

Die Diskussion thematisiert, wie Sexpuppen traditionelle Geschlechterrollen infrage stellen. Regeners Erkenntnisse deuten auf weiterreichende Konsequenzen hin, etwa für die Repräsentation marginalisierter Gruppen in Medien und Kultur. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, diese komplexen Fragen vertieft zu erörtern.

Quelle