Weiße Markierungen senken Motorradunfälle in Kurven um bis zu 56 Prozent
Charlotte KrügerWeiße Markierungen senken Motorradunfälle in Kurven um bis zu 56 Prozent
Weiße elliptische Straßenmarkierungen reduzieren Motorradunfälle in engen Kurven deutlich. In Österreich haben diese einfachen aufgemalten Formen die Verletzungsunfälle an besonders gefährlichen Stellen bereits um bis zu 56 Prozent gesenkt. Nun erweitert Nordrhein-Westfalen ihre Nutzung, nachdem erste Erfolge auf einem riskanten Abschnitt der Panoramastraße verzeichnet wurden.
Die Markierungen wirken, indem sie Motorradfahrer durch Kurven in sichereren Geschwindigkeiten leiten. Sie schaffen eine visuelle Führungslinie, die übermäßiges Schräglagen oder ein zu weites Ausscheren verhindert. Auf der deutschen L218 zwischen Vossenack und Schmidt gab es seit ihrer Einführung keine schweren Unfälle mehr.
Österreich testete das Konzept erstmals an acht unfallträchtigen Stellen auf beliebten Motorradrouten. Beim Vergleich der Daten ab dem Jahr der Installation zeigte sich ein Rückgang der Verletzungen um etwa 56 Prozent. Selbst wenn man dieses Jahr ausklammert, blieb die Reduktion bei 42 Prozent.
Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer hat nun die Ausweitung auf zwei weitere Strecken im Kreis Euskirchen genehmigt. Das Projekt wird von der RWTH Aachen wissenschaftlich begleitet, die mit Wärmebildkameras und KI das Verhalten der Fahrer analysieren wird.
Obwohl genaue Zahlen fehlen, schätzen Experten, dass Deutschland die Markierungen seit 2018 schrittweise auf 100 bis 200 Kilometern Straße eingeführt hat. Offizielle Daten sind noch begrenzt, doch der Trend deutet auf eine breitere Verbreitung bis 2025 hin.
Die Ausweitung folgt klaren Belegen für die Wirksamkeit der Markierungen. Indem sie Fahrer auf einer sichereren Linie halten, verringern sie sowohl die Geschwindigkeit als auch das Kollisionsrisiko in engen Kurven. Die Behörden werden die Ergebnisse weiter verfolgen, während immer mehr Strecken damit ausgestattet werden.






