Wanderungsströme zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland drehen sich um
Mia AlbrechtWanderungsströme zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland drehen sich um
Seit der deutschen Wiedervereinigung verzeichnet der Kreis Siegen-Wittgenstein einen stetigen Zuzug von Migranten aus Ostdeutschland. Rund 12.700 Menschen sind in die Region gezogen, während etwa 9.200 sie in Richtung Osten verlassen haben. Diese Wanderungsbewegungen spiegeln sich in den veränderten Mustern der letzten drei Jahrzehnte wider.
Den größten Migrationsschub gab es 1991, als fast 1.200 Menschen aus den neuen Bundesländern ankamen. Die meisten stammten aus Sachsen-Anhalt, das damit die wichtigste Herkunftsregion darstellte. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete hingegen die geringste Zahl an Zuzüglern.
Ab 2010 pendelte sich der jährliche Zuzug bei etwa 200 bis 300 Personen ein. Doch seit 2020 ist eine deutliche Trendwende zu beobachten: Mittlerweile verlassen mehr Einwohner Siegen-Wittgenstein in Richtung Ostdeutschland, als von dort zuziehen.
Die Daten zeigen langfristige Migrationsströme zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland. Während die frühen 1990er-Jahre einen Höhepunkt bei den Zuzügen markierten, hat sich das Bild in den letzten Jahren umgekehrt: Heute wandern mehr Menschen in den Osten ab, als aus dieser Region hinzukommen.






