Vonovia will neue Bundeswehr-Unterkünfte bauen – und sieht darin eine Chance für beide Seiten
Mia AlbrechtVonovia will neue Bundeswehr-Unterkünfte bauen – und sieht darin eine Chance für beide Seiten
Deutschlands größter Vermieter Vonovia bietet Bau und Verwaltung neuer Bundeswehr-Unterkünfte an
Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Streitkräfte ihre Truppe auf mindestens 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten ausbauen wollen. Vorstandschef Rolf Buch betonte, dass angemessener Wohnraum entscheidend sei, um Personal zu gewinnen und langfristig zu binden.
Vonovia verfügt bereits über Erfahrung in diesem Bereich. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit bestehende Militärwohnungen vom Bund übernommen und zudem Projekte umgesetzt, die speziell auf die Bedürfnisse der Bundeswehr zugeschnitten sind.
Die Baukosten bleiben hoch – neue Wohnungen kosten im Schnitt über 5.000 Euro pro Quadratmeter. Dennoch sieht Buch eine Verbesserung der Marktlage. Als Gründe nannte er die "Wohnungsbau-Turbo"-Initiative der Bundesregierung sowie günstigere Kredite der KfW, die mehr Bauaktivitäten anregen.
In diesem Jahr plant Vonovia die Fertigstellung von 3.000 neuen Wohnungen. Zudem hält das Unternehmen Grundstücksreserven vor, auf denen bis zu 70.000 weitere Wohneinheiten entstehen könnten. Buch wirbt für eine engere Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand und argumentiert, dass bessere Wohnbedingungen die Wachstumspläne der Bundeswehr unterstützen würden.
Der Ausbau der Bundeswehr hängt maßgeblich davon ab, ausreichend Unterkünfte für das Personal zu sichern. Angesichts der bestehenden Projekte und verfügbaren Flächen könnte Vonovias Engagement helfen, diese Nachfrage zu decken. Sollte die Kooperation vorankommen, ließe sich damit eine der zentralen Herausforderungen bei der Verstärkung der Streitkräfte bewältigen.






