04 March 2026, 04:35

Vollsperrung in Altenberg: Illegale Abkürzungen belasten Anwohnerstraßen

Eine belebte Stadtstraße mit zahlreichen Fahrzeugen, hohen Gebäuden, Verkehrsampeln, Strommasten mit Drähten, Texttafeln, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Vollsperrung in Altenberg: Illegale Abkürzungen belasten Anwohnerstraßen

Langfristige Straßensperrung in der Altenberger Domstraße führt zu Forderungen nach schärferen Verkehrskontrollen

Die langfristige Vollsperrung der Altenberger Domstraße hat zu Forderungen nach strengeren Verkehrsüberwachungsmaßnahmen geführt. Die Fraktion Volt/FWG setzt sich für den Einsatz von KI-gestützten Kameras ein, um die Zufahrtsbeschränkungen für Anwohner in den umliegenden Straßen durchzusetzen. Ihrer Ansicht nach missachten unerlaubte Fahrer die bestehenden Regelungen, was in den engen Wohngebieten zu Sicherheitsbedenken führt.

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Die Sperrung begann am 9. Februar 2026 und soll etwa neun Monate andauern. Nach einer dreiwöchigen Verzögerung wurde Ende Februar eine Einbahnstraßenregelung eingeführt. Die offiziellen Umleitungen verlängern die Fahrzeit um 20 Minuten, doch viele Autofahrer nutzen stattdessen den Nittumer Weg und den Zehntweg als Abkürzung.

Die Probleme traten auf, als die südliche Fahrspur der Altenberger Domstraße zwischen Leverkusener Straße und Schlebuscher Straße gesperrt wurde. Die Stadt führte daraufhin für den Nittumer Weg und den Zehntweg die Regelung "Anlieger frei" ein, um den Verkehr zu entlasten. Verkehrszählungen seit Ende Februar zeigen jedoch, dass die Beschränkung weitgehend ignoriert wird.

Die Volt/FWG-Fraktion fordert nun eine elektronische Überwachung zur Durchsetzung der Vorschriften. Ihr Vorschlag sieht KI-gestützte Kameras an den Ein- und Ausfahrten vor, die Kennzeichen und Zeitstempel abgleichen – unter Einhaltung des Datenschutzes. Das System soll unerlaubten Durchgangsverkehr identifizieren und die Nutzung der Abkürzungen unterbinden.

Vor der Umsetzung pocht die Fraktion auf eine klare rechtliche Grundlage, transparente Öffentlichkeitsarbeit und gut sichtbare Beschilderung. Zudem verlangt sie eine Kosten-Nutzen-Analyse, um die Maßnahmen zu rechtfertigen. Die Machbarkeit des Kamerasystems wird in der Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehrsflächen am 3. März 2026 beraten.

Anwohner äußern Bedenken wegen der schmalen, schlecht beleuchteten Straßen, die für zusätzlichen Verkehr ungeeignet sind. Die offizielle Umleitung über Leverkusen-Schlebusch verlängert die Fahrzeit deutlich, was illegale Abkürzungen attraktiv macht. Bisher wurden keine alternativen Routen oder weiteren Entlastungsmaßnahmen bestätigt.

Die Stadt muss nun prüfen, ob die Kameraüberwachung praktikabel und rechtlich zulässig ist. Bei einer Genehmigung könnte das System während der neunmonatigen Sperrung den Zugriff auf Anwohnerstraßen kontrollieren. Die Entscheidung hängt von rechtlichen Prüfungen, Kostenanalysen und transparenten Informationsmaßnahmen ab.