06 April 2026, 18:05

Vodafone-Kunden kämpfen mit Sammelklage gegen Preiserhöhungen und neue Gebühren

Plakat mit der Aufschrift "19 Millionen Haushalte sparen $30-75 pro Monat auf High-Speed-Internet" mit einem Logo.

Festnetzinternet wird für Neukunden teurer - Vodafone-Kunden kämpfen mit Sammelklage gegen Preiserhöhungen und neue Gebühren

Vodafone hat neue Gebühren eingeführt und die Preise für seine Festnetzdienste erhöht – eine Maßnahme, die bei Kunden auf breite Kritik stößt. Eine Sammelklage, unterstützt von über 100.000 Betroffenen, richtet sich nun gegen die Preiserhöhungen des Unternehmens im Jahr 2023. Gleichzeitig stärkt ein aktuelles Bundesgesetz deutsche Verbraucher mit besseren rechtlichen Mitteln, um gegen solche Praktiken vorzugehen.

Zu den jüngsten Änderungen bei Vodafone gehört eine Anschlussgebühr von 50 Euro für Neukunden. Zudem wird die früher kostenlos bereitgestellte Vodafone Station, ein Router-Modell, nun mit etwa 4 Euro monatlich berechnet. Auch Rabattaktionen wurden gekürzt: Der Tarif GigaZuhause Kabel 50 kostet in den ersten neun Monaten nun rund 20 Euro im Monat – doppelt so viel wie zuvor – und steigt danach auf etwa 40 Euro.

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Diese Anpassungen folgen auf eine Preiserhöhung im Jahr 2023, als Kabel-TV- und Internetkunden monatlich 5 Euro mehr zahlen mussten. Die Maßnahme löste eine Welle des Protests aus: Über 100.000 Menschen schlossen sich einer Sammelklage an. Der Fall, der im Dezember 2025 vor dem Oberlandesgericht Hamm verhandelt wird, könnte betroffenen Kunden ermöglichen, ihr Geld zurückzuerhalten – ohne individuelle Klagen führen zu müssen.

Auch die Deutsche Telekom hat ihre Preise angehoben: Der Festnetz-Internet-Tarif Magenta kostet Neukunden nun einen Euro mehr pro Monat. Die Änderungen fallen in eine Zeit, in der das aktualisierte Verbraucherschutzgesetz in Deutschland Kunden bessere rechtliche Möglichkeiten bietet, um gegen ungerechtfertigte Preiserhöhungen vorzugehen.

Die Sammelklage gegen Vodafone wird Ende 2025 vor Gericht verhandelt, mit der Aussicht auf ein Urteil, das Kunden den Weg zu individuellen Klagen ersparen könnte. Das neue Bundesgesetz stärkt zudem die Verbraucherrechte und schafft klarere Wege, um gegen Preiserhöhungen vorzugehen. Derweil passen sowohl Vodafone als auch die Deutsche Telekom weiterhin ihre Preismodelle für Neukunden an.

Quelle