22 March 2026, 14:05

Versehentliches Drohnen-Flugverbot über NRW-Autobahnen enthüllt Castor-Transportpläne

Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Individuen mit Taschen, mit Gebäuden, Flaggen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Versehentliches Drohnen-Flugverbot über NRW-Autobahnen enthüllt Castor-Transportpläne

Drohnen-Flugverbot über Autobahnen in NRW versehentlich online veröffentlicht

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Diese Woche wurde versehentlich eine temporäre Flugsperrzone für Drohnen entlang von Autobahnen in Nordrhein-Westfalen im Internet veröffentlicht. Das Flugverbot, das eigentlich einen bevorstehenden Transport von Atomabfällen absichern sollte, war auf der Luftfahrtplattform der Regierung zu sehen, bevor es wieder entfernt wurde. Noch haben die Behörden nicht erklärt, wie es zu diesem Fehler kommen konnte.

Die Sperrzone war auf der Digitalen Plattform für unbemannte Luftfahrt (dipul.de) des Bundesverkehrsministeriums von Mittwochabend bis Donnerstag einsehbar. Sie erstreckte sich von Jülich bis Ahaus – exakt entlang der geplanten Route für den nächsten Castor-Transport. Normalerweise werden solche Strecken aus Sicherheitsgründen geheim gehalten.

Der Transport, der zwischen dem 20. und 27. März 2026 stattfinden soll, bringt Brennelemente aus einem stillgelegten Forschungsreaktor zu einem Zwischenlager in Ahaus. Solche Transporte sind seit langem umstritten und lösen regelmäßig Proteste aus, da Kritiker Sicherheitsrisiken und die Atommüllpolitik anprangern. Auch in der Vergangenheit gab es Demonstrationen, etwa 2023 und 2025, gegen ähnliche Transporte in der Region.

Das Verkehrsministerium reagierte nicht auf eine Anfrage des Senders WDR zum Datenleck. Unklar bleibt, wie es zu dem Fehler kam – und ob die bekannt gewordenen Details die Sicherheit gefährden könnten.

Der Vorfall unterstreicht die Brisanz der Atomtransporte in Deutschland. Seit Jahrzehnten begleiten Proteste und Sicherheitsdebatten diese Transporte, wobei Aktivisten immer wieder ein Ende der Praxis fordern. Der nächste Transport soll dennoch wie geplant unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden.

Quelle