Verallia schließt Essener Glaswerk – 300 Jobs vor dem Aus nach 100 Jahren Tradition
Lea KochVerallia schließt Essener Glaswerk – 300 Jobs vor dem Aus nach 100 Jahren Tradition
Verallia kündigt Schließung des Glaswerks in Essen an – 300 Arbeitsplätze in Gefahr
Der Glashersteller Verallia hat Pläne bekannt gegeben, sein Werk in Essen zu schließen – eine Entscheidung, die rund 300 Arbeitsplätze bedroht. Damit endet eine mehr als hundertjährige Produktionsgeschichte am Standort. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete den Schritt als einen "harten Schlag" für die Essener Arbeitsagentur und die Familien der Beschäftigten.
Das lokal als "Plantage" bekannte Werk ist seit über 100 Jahren in Betrieb. Aktuellen Berichten zufolge stehen etwa 310 Mitarbeiter vor der Entlassung, wobei keine Zahlen zu indirekt betroffenen oder ehemaligen Arbeitsplätzen vorliegen.
Oberbürgermeister Kufen äußerte tiefes Bedauern über die Schließung und betonte die Folgen für die Angehörigen der Belegschaft sowie den Industriestandort Essen. Die Stadt beabsichtigt nun, eng mit Verallia, dem Betriebsrat und der EWG (Essen Wirtschaftsförderungsgesellschaft) zusammenzuarbeiten, um die betroffenen Beschäftigten zu unterstützen.
Gleichzeitig sollen mögliche Nachnutzungen für das Gelände geprüft werden. In Kürze beginnen Gespräche mit der Unternehmensführung und den Arbeitnehmervertretern, um praktikable Lösungen zu erarbeiten.
Mit der Schließung verschwindet ein traditionsreicher Industriebetrieb aus Essen. Der Fokus der Stadt liegt nun darauf, Hilfe für die von Entlassungen betroffenen Mitarbeiter zu organisieren und das Gelände neu zu beleben. Konkrete Pläne hängen von den anstehenden Verhandlungen zwischen allen Beteiligten ab.






