20 March 2026, 06:04

Velbert diskutiert lebensverlängernde Maßnahmen und Patientenrechte am Lebensende

Altes Buch mit dem Titel "Bericht der Kommission, die ernannt wurde, um die Ärzte zu untersuchen, die Seiner Majestät während seiner Krankheit beigestanden haben, betreffend den perfekten Gesundheitszustand Seiner Majestät" auf dem Cover.

Velbert diskutiert lebensverlängernde Maßnahmen und Patientenrechte am Lebensende

Informationsveranstaltung zu lebensverlängernden medizinischen Maßnahmen in Velbert

Ende dieses Monats findet in Velbert eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema Lebensverlängernde medizinische Maßnahmen statt. Die kostenlose Veranstaltung am Donnerstag, dem 26. März, soll rechtliche und ethische Aspekte der Sterbebegleitung erläutern. Drei lokale Einrichtungen haben sich zusammengeschlossen, um den Abend zu organisieren.

Die Pflegeberatungsstelle der Stadt Velbert, die Bergische Diakonie Aprath und der SKFM Velbert/Heiligenhaus laden dazu in die Villa B (Höferstraße 37) ein. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr und endet um 18:30 Uhr; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sebastian Schmitz, Experte des Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgungsdienstes (SAPV) im Kreis Mettmann, wird durch den Abend führen. Er informiert über die rechtlichen Rahmenbedingungen lebensverlängernder Behandlungen sowie über Hilfsangebote, die bei Entscheidungsprozessen unterstützen. Besonders angesprochen sind gesetzliche Betreuer:innen und alle Interessierten.

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In den vergangenen Jahren hat es in Deutschland bedeutende Änderungen im Recht der Sterbebegleitung gegeben. Richtungsweisend waren etwa die Urteile des Bundesverfassungsgerichts zu assistiertem Suizid (2020 und 2022) sowie das aktuelle Urteil von 2024 zur Einstellung lebenserhaltender Maßnahmen bei unheilbar Kranken. Auch die Reform des Betreuungsrechts 2023 stärkte die Patientenautonomie und betonte die Würde sowie die Verhältnismäßigkeit medizinischer Entscheidungen.

Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, sich über die aktuellen rechtlichen und ethischen Standards in der Palliativversorgung zu informieren. Die Teilnehmer:innen erhalten konkrete Orientierungshilfen für den Umgang mit Fragen zu lebensverlängernden Behandlungen. Der Abend steht allen offen und ist Teil der Bemühungen, eine fundierte Planung am Lebensende zu fördern.

Quelle