04 January 2026, 12:05

Tausende protestieren in Köln und Münster gegen Merz’ umstrittene Stadtpolitik

Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Straße und hält Schilder und Fahnen hoch, im Hintergrund sind Gebäude, Bäume und Himmel zu sehen.

Rund 2.400 Menschen protestieren in NRW: 'Merz muss weg' - Tausende protestieren in Köln und Münster gegen Merz’ umstrittene Stadtpolitik

Rund 2.400 Menschen versammelten sich in Köln und Münster, um gegen jüngste Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur städtischen Landschaft in Deutschland zu protestieren. Trotz starkem Regen und heftigem Wind fanden die Kundgebungen statt – mit deutlich mehr Teilnehmenden als zunächst erwartet.

In Köln trugen Demonstrant:innen Schilder mit Aufschriften wie "Weniger Merz im Stadtbild" und "Nicht mein Kanzler". Die unter dem Motto "Wir sind die Töchter: Köln für eine feministische und vielfältige Stadt!" stehende Veranstaltung warf Merz vor, Sicherheitsbedenken von Frauen als Vorwand für ausgrenzende Politik zu instrumentalisieren. Die Organisator:innen bezeichneten seine Aussagen als spaltend und schädlich.

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In Münster beteiligten sich etwa 1.400 Menschen an einer Protestaktion des Bündnisses "Keinen Meter den Nazis". Hier waren Parolen wie "Schmerzgrenze von allen Töchtern bestätigt" oder "Ene, mene, Merz muss weg" auf Transparenten zu lesen. Carsten Peters, Stadtrat der Grünen und Sprecher des Bündnisses, hatte Merz’ Aussagen zuvor in sozialen Medien als "diskriminierend, herabwürdigend und rassistisch" kritisiert. David Sperling, Geschäftsführer des CDU-Kreisverbands Münster, verurteilte die Demonstration dagegen als "verleumderisch und eine klare Grenzüberschreitung". Merz selbst hatte seine Regierungslinie zuvor verteidigt und betont, Abschiebungen richteten sich gegen Migrant:innen ohne Aufenthaltsstatus, Arbeit oder Einhaltung deutscher Gesetze.

Die Proteste zogen mehr Menschen an als erwartet und zeigten den breiten Widerstand gegen Merz’ Politik. Trotz Kritik aus den eigenen Reihen spiegeln die Kundgebungen die anhaltenden Spannungen um Migration und urbane Vielfalt in Deutschland wider.