06 May 2026, 20:03

Tagesmütter in Bergisch Gladbach kämpfen um ihre Existenzgrundlage

Ein Babyladen in einem Einkaufszentrum mit Menschen, Spielzeugen, Regalen, Schildern, einem Anzeigebildschirm und Deckenleuchten, befindet sich im Mall of Asia.

Tagesmütter in Bergisch Gladbach kämpfen um ihre Existenzgrundlage

Tagesmütter in Bergisch Gladbach kämpfen mit freien Plätzen und finanzieller Unsicherheit

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Ein Rückgang der Geburtenraten und ein Ausbau der Kita-Plätze für unter Dreijährige haben viele Tagespflegepersonen in Bergisch Gladbach in eine prekäre Lage gebracht. Einige, wie Sarah Heller, haben die Branche bereits ganz verlassen.

Aktuell bleiben 46 Plätze in der Kindertagespflege für das kommende Jahr unbesetzt. Da es weniger Kleinkinder als verfügbare Betreuungsplätze gibt, berichten Tagesmütter von zunehmendem Druck seitens der Kitas, die Eltern zum Wechsel bewegen wollen. Zwar bevorzugen viele Familien für Kinder unter drei Jahren nach wie vor die Betreuung in der Tagespflege – doch die Sorge, später keinen Kita-Platz zu bekommen, veranlasst sie oft zur Umorientierung.

Sarah Heller, Vorsitzende des örtlichen Verbandes, hat kürzlich ihren Ausstieg aus dem Beruf bekannt gegeben. Als Gründe nannte sie fehlende Planungssicherheit und die ständige Unsicherheit. Der Verband betont, nicht in Konkurrenz zu den Kitas stehen zu wollen, sondern sich als wichtigen Bestandteil der frühen Kinderbetreuung zu verstehen.

Die Situation könnte sich bis zum Sommer weiter verschärfen, da noch nicht alle Kita-Zusagen final vergeben sind. Tagespflegepersonen fürchten, dass noch mehr Plätze unbesetzt bleiben – und ihre Existenzgrundlage damit weiter schwindet.

Trotz ihrer Bedeutung für Eltern von unter Dreijährigen steht die Zukunft der Kindertagespflege in Bergisch Gladbach auf dem Spiel. Sinkende Nachfrage und wachsende Konkurrenz durch Kitas setzen die Betreuungskräfte unter finanziellen und emotionalen Druck. Die kommenden Monate werden zeigen, ob noch mehr dem Beispiel Hellers folgen und den Beruf aufgeben.

Quelle