Streit um Waldrodung: Münsters Grüne kämpfen gegen Bauprojekt mit ökologischen Folgen
Charlotte KrügerStreit um Waldrodung: Münsters Grüne kämpfen gegen Bauprojekt mit ökologischen Folgen
Ein Bauunternehmen aus Münster plant die Erweiterung seines Geländes um 2,5 Hektar. Dafür müsste ein Mischwald gerodet werden, zu dem auch alte Laubbäume und Douglasien gehören. Ortsansässige Mitglieder der Grünen haben Bedenken wegen der Umweltauswirkungen geäußert.
Die Grünen argumentieren, der Wald diene als wichtiger Puffer gegen Staubbelastung für die nahegelegenen Kasernen. Zudem biete er einen unverzichtbaren Erholungsraum für die Bevölkerung und leiste einen Beitrag zum Klimaschutz. Vertreter der Partei haben die Ratsmitglieder aufgefordert, das Gelände vor einer Entscheidung persönlich in Augenschein zu nehmen.
Laut den Grünen hatten vor der Freigabe der Rodung lediglich drei Ausschussmitglieder den Wald besichtigt. Nun planen sie eine Petition auf OpenPetition, um öffentliche Unterstützung für den Erhalt des Waldstücks zu sammeln. Ausgleichsmaßnahmen wie Neupflanzungen könnten den Verlust dieses etablierten Ökosystems nicht vollständig kompensieren.
Die geplante Erweiterung droht den Bestand eines langjährigen Waldgebiets zu gefährden. Die Grünen setzen sich für seinen Schutz ein und verweisen auf seine ökologische und soziale Bedeutung. Der öffentliche Druck könnte die endgültige Entscheidung des Rates beeinflussen.
