Strack-Zimmermann will FDP-Vorsitz mit Kubicki oder Höne erobern
FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat signalisiert, für den Parteivorsitz kandidieren zu wollen. Sie schlug ein gemeinsames Ticket mit entweder Wolfgang Kubicki oder dem stellvertretenden Parteichef Henning Höne vor. Der Vorstoß folgt auf die schwere Niederlage der FDP bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg Anfang dieses Monats.
Am 8. März erlebte die FDP in Baden-Württemberg einen herben Rückschlag: Die Unterstützung brach von 10,5 Prozent im Jahr 2021 auf nur noch 4,4 Prozent ein, wodurch die Partei alle 18 Sitze im Landtag verlor. Das Ergebnis spiegelt einen bundesweiten Abwärtstrend wider – in aktuellen Umfragen liegt die FDP nur noch bei 5 bis 6 Prozent, deutlich unter früheren Höchstwerten.
Strack-Zimmermann und Kubicki sprachen nach der Wahl über eine mögliche gemeinsame Kandidatur für den Parteivorsitz. Kubicki lehnte den Vorschlag zunächst ab, doch sie bleibt einer Zusammenarbeit offen. Sie argumentiert, dass ihre unterschiedlichen Wähleransprachen die Position der Partei stärken könnten.
Zudem nannte sie Henning Höne als mögliche Alternative. Sie lobte dessen Potenzial und betonte, dass seine Generation die Zukunft der FDP prägen werde. Gleichzeitig wies sie Gerüchte über persönliche Spannungen mit Kubicki zurück und bezeichnete ihn als gradlinige und erfahrene Persönlichkeit.
Nach den Verlusten an AfD und CDU steht die FDP nun vor strategischen Weichenstellungen. Strack-Zimmermanns Vorschläge zielen darauf ab, das Vertrauen innerhalb der Partei zurückzugewinnen. Ein Führungswechsel könnte die Ausrichtung der FDP vor künftigen Wahlen neu definieren.






