Stichwahl in Solingen: Warum Tausende ihre Briefwahlstimme verpassten
Mia AlbrechtStichwahl in Solingen: Warum Tausende ihre Briefwahlstimme verpassten
Stichwahl in Solingen: Rücklauf der Briefwahlunterlagen sinkt deutlich
Bei der jüngsten Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen ging die Rückgabequote der Briefwahlunterlagen im Vergleich zu früheren Jahren spürbar zurück. Nur 73,3 Prozent der Wahlberechtigten schickten ihre Unterlagen zurück – Tausende konnten ihre Stimme daher nicht per Post abgeben. Als Hauptgrund für den Rückgang nannten die Behörden die engen Postfristen.
Das Wahlamt hatte für die Stichwahl 24.229 Briefwahlunterlagen verschickt. Davon wurden 17.763 zurückgesandt, doch nur 16.415 Stimmen konnten letztlich gewertet werden. Weitere 1.348 Wähler nutzten ihre beantragten Unterlagen stattdessen persönlich in den Wahllokalen.
Die verbleibenden 6.466 berechtigten Wähler reichten ihre Unterlagen überhaupt nicht ein. Das bedeutet, dass etwa jeder vierte Antragsteller die Möglichkeit zur Briefwahl verpasste. Die knappen Fristen für den postalischen Rückversand verschärften das Problem, obwohl die Stadt die Deutsche Post frühzeitig kontaktiert hatte.
Stichwahlen verzeichnen in der Regel eine geringere Beteiligung als die Hauptwahlen. 2015 lag die Rücklaufquote in Solingen bei 81 Prozent, während die Hauptwahl eine Quote von 91,38 Prozent erreichte. Die diesjährigen Zahlen bestätigen diesen Trend: Im zweiten Wahlgang beteiligten sich deutlich weniger Wähler.
Die Stichwahl endete mit 16.415 gültigen Briefwahlstimmen. Enge Postfristen und die im Vergleich zur Hauptwahl geringere Wahlbeteiligung prägten das Ergebnis. Das Wahlamt der Stadt hatte sich zwar auf die Herausforderungen vorbereitet, dennoch blieb eine beträchtliche Anzahl der Unterlagen ungenutzt.






