25 February 2026, 08:08

Solinger SPD-Ikone Jochen Müller-Stöver ist mit 89 Jahren gestorben

Ein Plakat mit der Aufschrift "Das Gesetz zur Stärkung der Gemeinschaften" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit einer Grafik einer Person in einem blauen Hemd mit ausgestreckten Armen und entschlossener Miene.

Solinger SPD-Ikone Jochen Müller-Stöver ist mit 89 Jahren gestorben

Jochen Müller-Stöver, langjähriger SPD-Politiker und prägende Persönlichkeit der Solinger Kommunalpolitik, ist tot. Über sechs Jahrzehnte hinweg gestaltete er die Bildungslandschaft, das Gesundheitswesen und das kulturelle Erbe der Stadt mit und übernahm dabei zahlreiche Führungspositionen innerhalb der Partei.

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Am 1. Januar 1963 trat Müller-Stöver der SPD bei – der Beginn eines lebenslangen Engagements für die Sozialdemokratie. Später übernahm er den Vorsitz des SPD-Ortsvereins Wald und führte den Solinger Parteibezirk an. Sein Einfluss reichte jedoch über die Politik hinaus: 15 Jahre lang leitete er als Bezirksvorsteher den Stadtteil Wald.

Jahre lang wirkte er als Stadtrat und Bezirksvertreter und setzte sich für eine Politik ein, die sich an sozialdemokratischen Werten orientierte. Zweimal, 2004 und 2009, kandidierte er für das Amt des Solinger Oberbürgermeisters – jeweils für die SPD. Obwohl er beide Male nicht gewählt wurde, unterstrichen seine Bewerbungen sein ungebrochenes Engagement für die kommunale Selbstverwaltung.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf dem Bildungsbereich. Müller-Stöver spielte eine bedeutende Rolle an der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule, auch wenn Details über die Entwicklung der Schule oder seine konkreten Verdienste nicht vollständig dokumentiert sind. Darüber hinaus stand er dem Aufsichtsrat des Städtischen Klinikums Solingen vor, wo er maßgeblich zur Konsolidierung der Finanzen und zur Stärkung der Mitarbeiterzufriedenheit beitrug.

Auch im Bereich des Denkmalschutzes hinterließ er Spuren: Müller-Stöver trieb die Sanierung der evangelischen Kirche in Wald voran und sicherte den Weiterbetrieb des Ittertaler Freibads. Für sein jahrzehntelanges Wirken wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Mit Müller-Stövers Tod endet eine Ära für die Solinger SPD und die gesamte Stadtgesellschaft. Sein Wirken in Politik, Gesundheitswesen und Denkmalschutz hat Solingen nachhaltig geprägt. Das Bundesverdienstkreuz bleibt ein offizielles Zeichen der Anerkennung für sein Lebenswerk.