Solingen plant eine nachhaltige Zukunft für das historische Kerstinghaus
Lea KochSolingen plant eine nachhaltige Zukunft für das historische Kerstinghaus
Solingen plant eine neue Zukunft für das Kerstinghaus, ein historisches Gebäude im Herzen der Stadt. Das Vorhaben zielt darauf ab, dem Standort eine nachhaltige und revitalisierte Rolle zu geben. Derzeit laufen Diskussionen, um sein nächstes Kapitel zu gestalten.
Das Gebäude hat sich im vergangenen Jahrzehnt von einem Wohn- und Gewerbeobjekt zu einem kulturellen Zentrum gewandelt. Seit etwa 2012 wurden durch Sanierungen Teile des Hauses in Veranstaltungsräume, Cafés und Büros umgestaltet. Nun wollen die Verantwortlichen diesen Wandel mit einer neuen Vision für das Erdgeschoss fortsetzen.
Erbaut 1908 von der Familie Kersting, diente das Gebäude ursprünglich als prächtiges Kaufhaus. Seine Jugendstil-Elemente – aufwendige Fachwerkfassaden und originale Buntglasfenster – prägen noch heute seinen Charakter. In den letzten 10 bis 15 Jahren veränderten städtische Sanierungen seine Nutzung von einem gemischt genutzten Objekt zu einem lebendigen öffentlichen Begegnungsort.
Eine Arbeitsgruppe unter Leitung der Innenstadt-Taskforce und der SEG Solingen erarbeitet nun einen Plan für das Erdgeschoss. Öffentliches Feedback wird gesammelt, um die Entscheidungen zu lenken. Ziel ist eine Lösung, die den Bedürfnissen der Innenstadt entspricht und gleichzeitig breite politische Unterstützung findet.
Aktuell wird das Kerstinghaus nicht als öffentliche Dienststelle für den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) genutzt, sondern dient internen Zwecken. Die KOD-Beamten patrouillieren unterdessen weiterhin regelmäßig in der Innenstadt und sorgen für eine sichtbare Präsenz.
Noch sind keine endgültigen Entscheidungen gefallen. Der Vorschlag muss zunächst in Debatten und Abstimmungen durch lokale Politiker gehen.
Das Kerstinghaus bleibt ein zentraler Punkt in Solingens Stadtmitte. Wird der Plan genehmigt, würde er das Erdgeschoss neu definieren, während sein historischer und kultureller Wert bewahrt bliebe. Die nächsten Schritte hängen von politischen Diskussionen und der Bürgerbeteiligung ab.






