Solingen ehrt die vergessenen Architektinnen des Grundgesetzes
In Solingen ist derzeit die Ausstellung „Die Mütter des Grundgesetzes“ zu sehen. Sie würdigt den Beitrag der vier Frauen, die vor 74 Jahren an der Ausarbeitung des deutschen Grundgesetzes mitwirkten. Die Schau ist bis zum 22. Juni im Solinger Kulturzentrum zu besichtigen.
Vor 74 Jahren trat das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Unter den 65 Mitgliedern des Parlamentarischen Rates waren nur vier Frauen: Helene Wessel von der Zentrumspartei, Helene Weber von der CDU sowie die SPD-Politikerinnen Frieda Nadig und Elisabeth Selbert.
Elisabeth Selbert spielte eine entscheidende Rolle bei der Verankerung von Artikel 3, Absatz 2, der die Gleichberechtigung von Männern und Frauen festschreibt. Veranstalter der Ausstellung sind das Gleichstellungsbüro der Stadt Solingen und die Bergische Volkshochschule. Zu finden ist sie im Verwaltungsflügel links vom VHS-Forum im 3. Obergeschoss der Mummstraße 10.
Die Ausstellung hat von Montag bis Freitag zwischen 10:00 und 18:00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Besucherinnen und Besucher können dort die Geschichten der Frauen entdecken, die die Grundlagen der modernen deutschen Demokratie mitgeprägt haben.
