Skandal um WoW-Gilde: Blizzard annulliert fragwürdigen Weltrekord in Aberrus
Charlotte KrügerSkandal um WoW-Gilde: Blizzard annulliert fragwürdigen Weltrekord in Aberrus
Eine europäische Gilde in World of Warcraft hat erneut für Aufsehen gesorgt, nachdem sie den ersten Welterfolg im neuesten Raid des Spiels, Aberrus, der Schattenkelch, für sich beansprucht hat. RAoV QA Strikes Back sicherte sich den Titel unter fragwürdigen Umständen, was Blizzard Entertainment zu schnellem Handeln veranlasste.
Der Sieg der Gilde weckte sofort Zweifel. Ihre Charaktere trugen lediglich grüne und blaue Ausrüstung – weit unter dem erwarteten Standard, um einen Boss im mythischen Schwierigkeitsgrad zu besiegen. Beobachter fragten sich, wie ihnen dies ohne Spitzenausrüstung gelingen konnte.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Gruppe in der Kritik steht. In der Vergangenheit nutzte sie Makro-Befehle, um unbeabsichtigte Fähigkeiten zu erlangen, und sicherte sich so durch fragwürdige Methoden Welterfolge. Blizzard hatte ihnen bereits früher einen ähnlichen Erfolg aberkannt und beteiligte Accounts für Monate gesperrt.
Noch vor der Veröffentlichung des Raids nahm Blizzard in letzter Minute Anpassungen vor und erhöhte die Fähigkeiten der Bosse um bis zu 260 %, um zu verhindern, dass sie zu leicht besiegt werden konnten. Trotz dieser Änderungen behauptete RAoV QA Strikes Back, den Boss besiegen zu haben – was die Verdächtigungen auf unlauteres Vorgehen weiter schürte.
Innerhalb weniger Stunden zog Blizzard den Erfolg zurück und strich die Gilde aus der Hall of Fame. Die Entscheidung entspricht früheren Maßnahmen gegen dieselbe Gruppe wegen des Ausnutzens von Spiel-Fehlern oder der Manipulation von Spieldaten.
Der jüngste Welterfolg der Gilde wurde offiziell für ungültig erklärt. Ihr wiederholter Einsatz fragwürdiger Taktiken führte zu konsequenten Strafen durch Blizzard. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, faire Wettbewerbsbedingungen in hochrangigen World of Warcraft-Raids zu wahren.






