S-Bahn Köln-Mülheim: 85 Millionen für Modernisierung – aber mit Vollsperrung 2026
Charlotte KrügerS-Bahn Köln-Mülheim: 85 Millionen für Modernisierung – aber mit Vollsperrung 2026
Große Modernisierungsarbeiten an der S-Bahn-Strecke zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach
Ab April 2026 stehen umfangreiche Aufwertungen der S-Bahn-Linie zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach an. Die Deutsche Bahn (DB) investiert 85 Millionen Euro in moderne Signaltechnik und Infrastrukturverbesserungen. Die Bauarbeiten werden vorübergehend zu Einschränkungen führen, darunter eine dreimonatige Vollsperrung der Linie S11.
Um Pendler zu entlasten, startet während der Sperrung ein neues Fahrradleihsystem namens "S11-Bike". Ersatzbusse übernehmen den Schienenersatzverkehr, und eine provisorische Radroute wird zwischen Bergisch Gladbach und Köln ausgewiesen.
Vollsperrung und Ersatzverkehr vom 10. April bis 3. Juli 2026 In diesem Zeitraum ruht der Betrieb auf der S11 komplett. Busse ersetzen die Züge auf der gesamten Strecke, während mit Route 2 eine temporäre Pendler-Radverbindung zwischen Bergisch Gladbach und Köln eingerichtet wird. Diese Ausweichstrecke soll Radfahrern die Fahrt während der Bauphase erleichtern.
Zu den Maßnahmen gehören die Installation digitaler Signaltechnik sowie der Ausbau von Weichen. In Dellbrück entsteht eine neue Weiche, weitere sind entlang der Strecke geplant. Zudem wird im Bahnhof Köln-Mülheim ein neues Stellwerk gebaut, das die Einführung des europäischen Zugsicherungssystems ETCS ermöglicht – ein wichtiger Schritt für künftige Betriebsabläufe.
Nachtsperrungen und weitere Bauphasen Nach der ersten Vollsperrung folgen Nachtarbeiten vom 7. August bis 4. September 2026. Für 2027 sind zusätzliche Sperrungen vorgesehen: eine dreimonatige Unterbrechung vom 9. Juli bis 15. Oktober sowie eine einwöchige Sperre vom 7. bis 14. Mai.
Premiere: Unabhängiges Fahrradleihsystem für Pendler Erstmals in Deutschland wird während der Bauarbeiten ein eigenständiges Bike-Sharing-Angebot eingerichtet. Das Projekt "S11-Bike", getragen vom Rheinisch-Bergischen Kreis und Go.Rheinland, stellt SEV-gebrändete Leihfahrräder für betroffene Fahrgäste bereit.
Langfristige Verbesserungen trotz kurzfristiger Einschränkungen Die 85 Millionen Euro schwere Modernisierung bringt digitale Signaltechnik und eine leistungsfähigere Infrastruktur auf die S11. Zwar kommt es während der Bauzeit zu vorübergehenden Veränderungen im Verkehrsangebot, doch die neuen Systeme sollen die Zuverlässigkeit der Strecke nachhaltig steigern. Mit Ersatzbussen und dem Fahrradleihsystem werden Pendler bis zur Fertigstellung der Arbeiten unterstützt.






