"Runder Tisch gegen Gewalt": Steinfurter Netzwerk weitet seinen Kampf aus
Lea Koch"Runder Tisch gegen Gewalt": Steinfurter Netzwerk weitet seinen Kampf aus
Langjähriges Netzwerk im Kreis Steinfurt weitet seinen Fokus aus und gibt sich neuen Namen
Das bisher als Runder Tisch Häusliche Gewalt bekannte Gremium firmiert künftig unter dem Namen Runder Tisch gegen Gewalt. Die Umbenennung spiegelt die erweiterte Ausrichtung wider, die über häusliche Gewalt hinaus nun auch sexualisierte und schulbezogene Gewalt umfasst.
Ursprünglich als Initiative gegen häusliche Gewalt gestartet, hat sich das Netzwerk im Laufe der Zeit weiteren Formen von Misshandlung zugewandt – etwa sexualisierter Gewalt oder Vorfällen im schulischen Umfeld. Diese inhaltliche Erweiterung machte die Namensänderung notwendig, um das gesamte Themenspektrum abzubilden.
Heute zählt die Gruppe mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen. Neben Vertretern von Frauenhäusern, Polizei, Gerichten und dem Jugendamt sind nun auch Fachkräfte aus der Prostitutionsausstiegsberatung, der Mathias-Spital-Klinik in Rheine sowie Beratungsstellen für Familien, Paare und Männer dabei.
Weitere Informationen bietet die Website des Netzwerks unter www.kreis-steinfurt.de/rundertisch. Am 18. November veranstaltet der Runde Tisch in Emsdetten eine Fachtagung mit dem Schwerpunkt Täterarbeit.
Der neu benannte Runde Tisch gegen Gewalt bleibt eine Plattform für Fachleute aus Justiz, Gesundheitswesen und Sozialarbeit. Die anstehende Konferenz unterstreicht das fortlaufende Engagement, Gewalt durch abgestimmte Maßnahmen zu begegnen. Das Wachstum des Netzwerks zeigt, wie sehr sich die Region der Bekämpfung unterschiedlicher Gewaltformen verschrieben hat.






