06 March 2026, 16:04

Rheinmetall übernimmt kroatischen Robotik-Spezialisten für autonome Kriegsführung

Eine Gruppe von Militärrobotern auf einem Boden umgeben von Koffern und anderen Gegenständen, mit einer Wand und einem Geländer im Hintergrund.

Rheinmetall übernimmt kroatischen Robotik-Spezialisten für autonome Kriegsführung

Rüstungsriese Rheinmetall baut autonome Kriegsführung aus – Übernahme in Kroatien

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Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat seine Fähigkeiten im Bereich autonomer Kriegsführung durch eine neue Übernahme ausgebaut. Das Unternehmen gab bekannt, eine 51-Prozent-Beteiligung an DOK-ING zu erwerben, einem kroatischen Robotikspezialisten, der vor allem für seine Minenräumsysteme bekannt ist. Der Schritt ist Teil von Rheinmetalls breiterer Offensive in Richtung autonomer Militärtechnologie.

Die Übernahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Rheinmetall-Aktie kürzlich einen Rücksetzer erlebte: Sie verlor vergangene Woche 6,5 % und schloss bei 1.557,50 Euro. Dennoch hat sich der Kurs im vergangenen Jahr um über 30 % erholt – ein Zeichen für das anhaltende Vertrauen der Anleger in die Rüstungsbranche.

DOK-ING hat sich mit seinen robotergestützten Minenräumsystemen einen Namen gemacht, die unter anderem in Konfliktgebieten wie der Ukraine zum Einsatz kommen. Die Expertise des Unternehmens bei unbemannten Bodenfahrzeugen passt perfekt zu Rheinmetalls laufendem "Wingman"-Projekt, das autonome Begleitfahrzeuge für Kampfpanzer entwickelt. Diese sollen den Schutz und die Einsatzfähigkeit auf dem Schlachtfeld deutlich verbessern.

Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung, fügt sich aber nahtlos in Rheinmetalls langfristige Strategie ein. Der Rüstungskonzern setzt seit Längerem auf autonome Technologien – eine Entscheidung, die vor dem Hintergrund steigender Militäretats weltweit an Bedeutung gewinnt. Analysten sehen den jüngsten Kursrückgang eher als kurzfristige Korrektur denn als Schwächesignal, zumal Rheinmetall über einen soliden Auftragsbestand und eine wachsende Nachfrage nach hochmodernen Verteidigungslösungen verfügt.

Neben der DOK-ING-Übernahme plant Rheinmetall die Einrichtung eines neuen Kompetenzzentrums für autonome Systeme in Kroatien. Die Einrichtung soll Forschung und Entwicklung vorantreiben und die Position des Konzerns im Bereich unbemannter Militärsysteme weiter stärken. Damit schließt Rheinmetall eine wichtige Lücke in seinem Portfolio und kann künftig noch integriertere Lösungen für die moderne Kriegsführung anbieten.

Die Übernahme von DOK-ING unterstreicht Rheinmetalls Fokus auf autonome Verteidigungstechnologie. Mit der noch ausstehenden regulatorischen Freigabe dürfte der Deal die Kompetenzen des Unternehmens in Robotik und unbemannten Systemen deutlich ausbauen. Trotz kurzfristiger Marktschwankungen bleibt Rheinmetalls langfristiges Wachstum eng mit steigenden Rüstungsbudgets und technologischer Innovation verknüpft.

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