Rheinmetall sichert Milliardenauftrag für Skyranger-35 – doch die Aktie fällt trotzdem
Theo SchulteRheinmetall sichert Milliardenauftrag für Skyranger-35 – doch die Aktie fällt trotzdem
Rheinmetall erhält Großauftrag im Wert von mehreren hundert Millionen Euro für Skyranger-35-Luftabwehrsysteme
Der Auftrag, der über den EU-Mechanismus zur Abschöpfung von Übergewinnen finanziert wird, soll die ukrainischen Verteidigungsbemühungen unterstützen. Trotz des bedeutenden Geschäfts ist der Aktienkurs des Konzerns jedoch zuletzt gesunken.
Das neu vereinbarte Vorhaben umfasst die Produktion der Skyranger-35-Systeme, die auf dem Fahrgestell des Leopard-1 basieren. Die Fertigung übernimmt Rheinmetall Italia SpA mit Sitz in Rom. Die Nachfrage nach diesen Drohnenabwehrsystemen bleibt hoch – sowohl europäische Staaten als auch die deutsche Bundeswehr zeigen großes Interesse.
Die Finanzierung des Auftrags stammt von einem EU-Mitgliedstaat, der Mittel aus dem Übergewinnmechanismus speziell für die ukrainische Verteidigung bereitstellt. Dies spiegelt den europäischen Trend wider, massiv in deutsche Rüstungstechnologie zu investieren.
Die Reaktion der Börse fiel jedoch verhalten aus: Die Rheinmetall-Aktie verlor 1,16 % an der XETRA und über 2 % bei Tradegate. Selbst große Aufträge garantieren demnach nicht immer einen kurzfristigen Kursaufschwung. Eine aktuelle Analyse vom 11. Oktober untersucht, ob Anleger die Papiere des Unternehmens kaufen oder verkaufen sollten.
Der Skyranger-35-Deal unterstreicht die anhaltenden europäischen Investitionen in moderne Verteidigungssysteme. Die Produktion in Italien wird die wachsende Nachfrage – insbesondere nach Drohnenabwehrlösungen – bedienen. Doch der jüngste Kursrückgang zeigt: Die Marktentwicklung folgt nicht immer den Erfolgen bei Auftragsvergaben.






