Remscheid will laute Poser-Treffen mit Bußgeldern bis 1.000 Euro stoppen
Charlotte KrügerRemscheid will laute Poser-Treffen mit Bußgeldern bis 1.000 Euro stoppen
Die Stadt Remscheid drängt auf strengere Regeln, um laute Autotreffen zu unterbinden. Bekannt als Poser-Szene, versammeln sich bei diesen Treffen oft bis zu 40 modifizierte Fahrzeuge auf Parkplätzen im Stadtteil Lennep. Anwohner haben wiederholt über nächtliche Ruhestörungen geklagt.
Ein neuer Vorschlag wird am kommenden Donnerstag im Stadtrat beraten. Sollte er angenommen werden, könnten die Treffen verboten werden – mit Bußgeldern von bis zu 1.000 Euro für Regelverstöße. Es ist nicht der erste Versuch Remscheids, das Problem in den Griff zu bekommen. Ein ähnlicher Plan war vor drei Jahren vom Rat abgelehnt worden. Nun gehen die Verantwortlichen mit einer neuen Strategie vor.
Stadträtin Barbara Reul-Nocke skizzierte mehrere Maßnahmen zur Reduzierung des nächtlichen Lärms. Dazu gehören die Installation von Bodenschwellen und Schlafpolizisten auf Straßen, die häufig von Posern genutzt werden. Die Stadt hat zudem Gespräche mit Besitzern privater Parkplätze geführt, die künftig einen direkten Polizeikontakt erhalten sollen, um eigene Verbote durchzusetzen.
Die neue Platzverweis-Regelung würde für öffentliche Parkflächen gelten. Die Behörden hoffen, damit größere Gruppen davon abhalten zu können, sich zu versammeln und Störungen zu verursachen. Der Rat stimmt am Donnerstag über den Vorschlag ab. Bei einer Zustimmung könnte das Verbot bald in Kraft treten – mit Strafen für alle, die die Auflagen missachten. Auch Besitzer privater Parkplätze erhalten dann mehr Unterstützung, um unerwünschte Treffen auf ihrem Gelände zu unterbinden.






