Ratsfrauen fordern besseren Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt in Lünen und Kreis Unna
Theo SchulteRatsfrauen fordern besseren Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt in Lünen und Kreis Unna
Zehn Kommunalpolitikerinnen trafen sich beim Vernetzungsforum für Ratsfrauen, um drängende Themen zu diskutieren, die Frauen in der Region betreffen – von Gewaltprävention bis hin zu Unterstützungsangeboten.
Die überparteiliche Veranstaltung diente dem Austausch über kommunalpolitische Lösungsansätze. Im Mittelpunkt standen die Umsetzung der Istanbul-Konvention sowie der Ausbau des Schutzes vor geschlechtsspezifischer Gewalt.
Besonders beleuchtet wurden die Hilfsstrukturen in Lünen und im Kreis Unna. Die Teilnehmerinnen wiesen auf Lücken hin, etwa das Fehlen einer kreisweiten Koordinierungsstelle. Zudem wurde die geplante Einführung einer anonymen Spurensicherung für Betroffene sexualisierter Gewalt im Kreis Unna thematisiert.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den spezifischen Herausforderungen obdachloser Frauen, deren Bedürfnisse sich oft von denen männlicher Obdachloser unterscheiden. Die Politikerinnen forderten maßgeschneiderte Hilfsprogramme und betonten die Notwendigkeit niedrigschwelliger, leicht zugänglicher Angebote für alle Betroffenen.
Der überparteiliche Dialog ermöglichte konkrete Vorschläge: unter anderem neue Präventionsmaßnahmen gegen Gewalt und verbesserte Dienstleistungen für gefährdete Gruppen. Die Organisatorinnen kündigten an, die identifizierten Defizite in künftige politische Entscheidungen einfließen zu lassen.
