Ramadan-Konflikt an Klever Schule: Wenn Fasten und Snacks aufeinandertreffen
Charlotte KrügerSchülestreit um Fasten - Schulbehörde ermittelt - Ramadan-Konflikt an Klever Schule: Wenn Fasten und Snacks aufeinandertreffen
Schulbehörden in Nordrhein-Westfalen prüfen Vorwürfe von Spannungen zwischen Schülern während des Ramadan
An einer Gesamtschule in Kleve soll es nach Angaben zu Konflikten gekommen sein, als muslimische Schüler, die fasteten, mit Mitschülern aneinandergerieten, die in ihrer Gegenwart Snacks aßen. Das Landesbildungsministerium betonte die Bedeutung von gegenseitigem Respekt an Schulen und nimmt die Vorwürfe ernst.
Der Streit begann demnach, als fastende Schüler von anderen verlangt haben sollen, ihr Essen wegzuwerfen und sich dem Fasten anzuschließen. Daraufhin hätten einige nichtfastende Schüler in den Pausen demonstrativ vor ihnen gegessen – was die Spannungen weiter verschärfte.
Eine Lehrkraft griff ein, indem sie beide Gruppen anwies, sich voneinander abzuwenden, um weitere Konfrontationen zu vermeiden. Der Schritt sollte die akute Konfliktsituation entschärfen, doch das zugrundeliegende Problem blieb ungelöst.
Das Schulministerium in Düsseldorf stellte später klar, dass keine Schülerin und kein Schüler zum Befolgen religiöser Praktiken gezwungen werden dürfe. Die Behörden erklärten, Schulen müssten konsequent eingreifen, wenn Schüler versuchen, religiöse Regeln gegenüber Mitschülern durchzusetzen. Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen zu ähnlichen Vorfällen in der Region, doch bisher wurde nur dieser eine Fall an der Klever Schule gemeldet.
Die Ermittlungen zum Vorfall in Kleve laufen noch. Die Verantwortlichen bekräftigten, dass Respekt und Toleranz den Umgang zwischen Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Glaubensrichtungen prägen müssen. Schulen seien aufgefordert, Versuche, religiöse Bräuche anderen aufzuzwingen, mit klaren und entschlossenen Maßnahmen zu unterbinden.






