03 April 2026, 14:04

Prägt Religion noch unsere Identität – oder übernimmt die Säkularisierung die Führung?

Ein Blatt Papier mit fettem Text und detaillierten Diagrammen, die die Ursprünge und Entwicklung von sens religieux illustrieren.

Prägt Religion noch unsere Identität – oder übernimmt die Säkularisierung die Führung?

Eine neue Veranstaltung untersucht, wie Religion die Identität in der modernen Gesellschaft prägt

Im Rahmen der Reihe "Wer sind wir? Soziale Identitäten im Wandel" wird erforscht, ob der Glaube noch eine prägende Rolle spielt – oder ob säkulare Alternativen seine Stelle eingenommen haben. Die Diskussion geht auch der Frage nach, ob dieser Wandel dauerhaft ist oder ob Religion wieder an Bedeutung für die persönliche Identitätsbildung gewinnen könnte.

Die Veranstaltung bringt aktuelle Forschung zu sich verändernden religiösen Landschaften zusammen. Studien zeigen seit den 2010er-Jahren einen deutlichen Rückgang der Kirchenmitgliedschaften: von 60 Prozent im Jahr 2010 auf unter 50 Prozent bis 2023. Gleichzeitig hat die Migration seit 2015 die religiöse Vielfalt erhöht und zu mehr interreligiösem Dialog sowie Bildungsinitiativen geführt.

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Eine zentrale Frage lautet, ob säkulare Strömungen – wie Humanismus, politische Ideologien oder Lebensstilgemeinschaften – die Lücke füllen, die traditionelle Religionen hinterlassen haben. Erörtert wird auch, ob die Identitätsbildung heute komplexer wird, statt sich einfach von religiösen Bezügen zu lösen. Die Diskussion leitet Prof. Dr. Detlef Pollack, Religionssoziologe an der Universität Münster.

Die Ergebnisse sollen aufzeigen, wie Menschen sich in einer zunehmend säkularen Welt definieren. Durch die Analyse von Trends in Mitgliedschaften, Vielfalt und Dialog will die Veranstaltung klären, ob die Rolle der Religion schwindet – oder ob sie sich in neuen Formen weiterentwickeln könnte. Die Erkenntnisse könnten künftige Debatten über Identität, Zugehörigkeit und sozialen Zusammenhalt prägen.

Quelle