Politiker weltweit verlieren das Vertrauen der Bürger – auch in Deutschland
Charlotte KrügerPolitiker weltweit verlieren das Vertrauen der Bürger – auch in Deutschland
Eine groß angelegte Umfrage unter Politikern in elf demokratischen Ländern zeigt, wie schlecht die Öffentlichkeit ihre Arbeit bewertet. An der Studie, an der fast tausend Abgeordnete teilnahmen, waren auch 178 Mitglieder des Deutschen Bundestags beteiligt – darunter Kölns langjährige Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die nun auf die Ergebnisse reagiert hat.
Die Untersuchung wurde von 19 Wissenschaftlern durchgeführt und umfasste Länder von Australien bis zur Schweiz. Veröffentlicht im vergangenen Jahr, basiert sie auf den anonymisierten Antworten von 982 Politikern. Die Resultate reihen den Politikerberuf unter die am wenigsten vertrauenswürdigen Tätigkeiten ein – auf einer Stufe mit Steuerbeamten und Versicherungsvertretern.
Henriette Reker, die 68-jährige parteilose Kölner Oberbürgermeisterin, bekleidet ihr Amt seit einem Jahrzehnt. Sie zeigte besonderes Interesse an den Umfrageergebnissen, ohne jedoch näher auf ihre eigene Einschätzung einzugehen.
Die Studie bestätigt, was viele bereits vermuteten: Das Ansehen von Politikern in der Bevölkerung bleibt gering. Die Daten, die aus einer breiten Palette demokratischer Systeme stammen, deuten darauf hin, dass diese Skepsis weit verbreitet ist.
Die Erhebung unterstreicht die anhaltende Kluft zwischen Politikern und den Bürgern, die sie vertreten. Mit fast tausend beteiligten Abgeordneten zeichnet sie ein klares Bild davon, wie der Berufsstand wahrgenommen wird. Rekers Auseinandersetzung mit den Ergebnissen könnte auf ein wachsendes Bewusstsein für die bevorstehenden Herausforderungen hindeuten.






