Phoenix Engineering zahlt keine Löhne – Mitarbeiter droht Wohnungsverlust
Charlotte KrügerPhoenix Engineering zahlt keine Löhne – Mitarbeiter droht Wohnungsverlust
Beschäftigte des Unternehmens Phoenix Engineering werfen ihrem Arbeitgeber vor, seit Wochen Löhne und Mieten nicht gezahlt zu haben. Die Probleme begannen, als die Mitarbeiter trotz vertraglich zugesicherter 14 Euro Bruttostundenlohn kein Gehalt mehr erhielten. Die ausstehenden Beträge belaufen sich mittlerweile auf mehrere Zehntausend Euro. Vermieter fordern inzwischen rückständige Mieten ein, wodurch einige Angestellte ihre Wohnungen zu verlieren drohen.
Viele der betroffenen Mitarbeiter weigern sich, in Deutschland Sozialhilfe zu beantragen, und befinden sich dadurch in einer prekären Lage. Ortsverbände der Linken in Koblenz haben sich eingeschaltet: Sie versorgen die Betroffenen mit Lebensmitteln und suchen nach vorübergehenden Wohnlösungen.
Phoenix Engineering begründet die finanziellen Schwierigkeiten mit einem schwierigen Marktumfeld. Gegen das Unternehmen liegt zudem eine Strafanzeige wegen mutmaßlichen Betrugs im Zusammenhang mit seinen Aktivitäten in der Glasfaserindustrie vor. Am Mittwochmorgen wurden beim Amtsgericht Köln offiziell Insolvenzverfahren eröffnet. Als Gründe für den Zusammenbruch werden steigende Zinsen und verschärfte Kreditbedingungen genannt.
Mit dem Insolvenzantrag endet vorerst der Betrieb von Phoenix Engineering in der bisherigen Form. Die Beschäftigten warten weiterhin auf ausstehende Löhne, während Vermieter auf die Begleichung der Mietschulden drängen. Die laufenden Ermittlungen wegen des Verdachts auf Betrug erhöhen die Unsicherheit über die Zukunft des Unternehmens zusätzlich.






