Ostdeutsche Apotheker ziehen mit Protest nach Düsseldorf für überfällige Reformen
Charlotte KrügerOstdeutsche Apotheker ziehen mit Protest nach Düsseldorf für überfällige Reformen
Apotheker in ganz Ostdeutschland bereiten sich auf eine weitere große Protestaktion im März vor. Nach einer Großdemonstration in Dresden im vergangenen November fordern die Inhaber nun, dass längst versprochene Reformen endlich umgesetzt werden. Diesmal geht es nicht um den Widerstand gegen Kürzungen oder Einschränkungen, sondern darum, konkrete Veränderungen durchzusetzen.
Im November 2023 hatten sich rund 3.500 Apotheken aus Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt am Dresdner Theaterplatz versammelt. Vor der Semperoper protestierten sie für fairere Rahmenbedingungen und mehr Unterstützung durch die Politik. Die Kundgebung zeigte die wachsende Verärgerung über die Verzögerungen bei der Reform.
Am 23. März 2024 verlagert sich der Protest nach Düsseldorf – mit einem anderen Ziel. Statt sich gegen Veränderungen zu wehren, fordern die Apotheker nun, dass die Regierung frühere Zusagen einhält. Zu den zentralen Forderungen gehören die Erhöhung der festen Abgabegebühr pro Packung sowie die Umsetzung der seit Langem angekündigten Apothekenreform.
Die Frustration wächst auch über das, was die Inhaber als Doppelstandards der Krankenkassen bezeichnen. Während die Kassen Lohnforderungen zurückweisen, stagnieren laut Apothekern die eigenen Gehaltserhöhungen. Viele fühlen sich dadurch abgewertet und ignoriert.
In Hagen werden am Aktionstag alle 27 örtlichen Apotheken geschlossen bleiben, um sich der Demonstration anzuschließen. Nur die bereitschaftsdiensthabende Victoria-Apotheke bleibt für Notfälle geöffnet. Mitarbeiter aller geschlossenen Standorte reisen nach Düsseldorf, in der Hoffnung, dass ihr gemeinsames Auftreten Gesundheitsministerin Nina Warken zum Handeln zwingt.
Der Protest am 23. März markiert eine entschlossene Offensive für Veränderung. Die Apothekeninhaber verlangen Taten statt Worte – bei Reformen und Gebühren. Ihre Botschaft ist klar: Ohne Fortschritte könnten weitere Streiks folgen.






